Als Krzysztof Warlikowski im Juli 2013 im Warschauer Nowy Teatr sein „Kabaret Warszawski“ aufführte, ein Stück, in dem er Künstler als Ausgeschlossene darstellt, die in den Untergrund gedrängt werden, hielt die Kritik dies für eine hysterische Überzeichnung. „Ein Jahr später“, so berichtet unsere Polenkorrespondentin Anna R. Burzynska, „verbreiten die Presseagenturen Bilder, auf denen eine aggressive Menschenmenge das Nowy Teatr belagert.“ Beschimpfungen, tätliche Angriffe, Morddrohungen – die Situation im Nachbarland Polen...