Das Schönste an der Zukunft ist, dass wir sie nicht kennen.
Ausgehend von der Premiere ihrer Stückentwicklung Center of the Universe reflektiert Hannah Biedermann über den wachsenden Abstand zwischen ihr als älter werdender Regisseurin und ihrem jungen Publikum. Sie beschreibt, wie das Stück erwachsene Spieler*innen zeigt, die scheitern, Raum für eine Jugendband zu schaffen, und dabei sich selbst ausstellen. Biedermann plädiert dafür, Unsicherheit und Nichtwissen als künstlerische Kraft zu begreifen, statt vermeintliche Gewissheiten zu vermitteln. Nur im gemeinsamen Ungewissen könnten Generationen einander auf Augenhöhe begegnen.
Es geht im Theater nicht darum, das zu erzählen, was man – was ich – schon weiß. Und ebenso wenig darum, das, was schon einmal probiert wurde, als gescheitert oder überholt abzutun.
— Hannah Biedermann















