Das Wichtigste vom Tag
Montag, 04. Mai 2026
Jury der Kunstbiennale zurückgetreten ++ Preise Heidelberger Stückemarkt ++ Publikumspreis Radikal jung ++ Zukunftskonzept für Depot in Mülheim
Assoziationen: Baden-Württemberg Nordrhein-Westfalen Bayern Dossier: Neue Dramatik Münchner Volkstheater Theater und Orchester Heidelberg Schauspiel Köln

Venedig: Jury der Kunstbiennale tritt geschlossen zurück
Neun Tage vor der Eröffnung der 61. Kunstbiennale in Venedig ist die internationale Jury geschlossen zurückgetreten, wie die Biennale mitteilte. Hintergrund sind laut Berichten der Tagesschau zunehmende Spannungen zwischen der Biennale-Leitung und der italienischen Regierung, unter anderem wegen der Teilnahme russischer Künstler.
Zuvor hatte es Kritik an Entscheidungen der Jury gegeben, Russland und Israel von der Preisvergabe auszuschließen, während andere Länder, wie Iran, unberührt blieben. Nach Medienberichten wird nun erwogen, das Publikum über die Preisvergabe entscheiden zu lassen; die Auszeichnungen könnten dann erst zum Ende der Ausstellung im November vergeben werden. Die Biennale wird am 9. Mai eröffnet.
Heidelberg: Preise beim 43. Stückemarkt vergeben
Die Jury des 43. Heidelberger Stückemarkts hat zum Abschluss des Festivals die diesjährigen Auszeichnungen vergeben, wie das Theater Heidelberg mitteilte. Der Autorinnenpreis ging an Lennart Kos für „Balance und Harmony“, während Erin Shields den Internationalen Autorinnenpreis für „Zum Licht“ erhielt.
Der Publikumspreis wurde an Fayer Koch für „Herz-Emoji, Bizeps“ vergeben. Der Jugendstückepreis ging an das Theater Aalen für „ich sehe was / was du nicht siehst“ in der Regie von Julius Max Ferstl, der Nachspielpreis an „Wald“ von Miriam V. Lesch am Theater Lübeck. Festivalleiter Holger Schultze bezeichnete die Ausgabe laut Mitteilung als „krönenden Abschluss“ seiner Amtszeit.
München: Publikumspreis für „Die Allerletzten“ bei Radikal jung
Beim Festival Radikal jung 2026 am Münchner Volkstheater hat die Inszenierung „Die Allerletzten“ in der Regie von Marco Damghani vom Maxim Gorki Theater Berlin den Publikumspreis gewonnen, wie das Volkstheater mitteilte. Der von den Freunden des Münchner Volkstheaters gestiftete Preis ist mit 4000 Euro dotiert.
Marco Damghani, Jahrgang 1992 aus Hamburg, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin sowie am National Institute of Dramatic Arts in Sydney. Seine Stücke „Die Leiden des jungen Azzlack“ und „Anouk & Adofa“ wurden unter anderem für den Deutschen Theaterpreis Der Faust nominiert und zu den Autor*innentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin eingeladen. Beim diesjährigen Radikal jung-Festival präsentierten sich insgesamt 12 Produktionen junger Regisseurinnen und Regisseure aus Berlin, Bremen, Freiburg, Hamburg, Magdeburg, Marseille, München, Münster und Wiesbaden.
Köln: Stadt stellt Zukunftskonzept für Depot in Mülheim vor
Die Stadt Köln hat per Presseaussendung ihre Pläne für das Depot in Köln-Mülheim vorgestellt, die derzeitige Interimsspielstätte des Schauspiels Köln. Demnach wird das Depot 1 wie bereits angekündigt an den Musicalanbieter apiro Entertainment vermietet, während das Depot 2 künftig sowohl von der freien Szene – mit Fokus auf Tanz und Performance – als auch weiterhin vom Schauspiel Köln genutzt werden soll.
Für das Depot 2 ist eine gemeinsame Leitungsstruktur aus Geschäftsführung, künstlerischer Leitung der freien Szene und der Intendanz des Schauspiels vorgesehen, um neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Als Geschäftsführerin wurde laut Stadt die Theaterwissenschaftlerin Anna Bründl berufen; der Spielbetrieb in beiden Häusern soll im November 2026 starten.
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Redaktionsschluss: 15:45 Uhr
Erschienen am 4.5.2026




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