Die Geschichte ist schnell erzähle. Schröder, den Wahlsieg hinter sich, den politischen Alltag vor sich, verzweifelt: „Ich hab so Angst, weil ich keine Angst mehr habe.“ Er will nach Afrika natürlich Namibia, das deutsche Südwestafrika – und mit Doris, seiner vierten Frau, ein Kind zeugen – natürlich ein schwarzes – und Richard Wagner inszenieren – natürlich die „Götterdämmerung“. Die Suche nach Sinn, nach dem Wahren, Schönen, Guten treibt den Schlingensiefschen Protagonisten um. Das Ganze endet wie immer: Jeder Sinn, jede Spur wird hin und her gewendet und persönlich gebrochen in die Einzelteile zerlegt und in der Gegend zerstreue. Doch er stößt nicht zum Publikum durch. Den authentischen Kern, zu dem er vorgibt, sich durcharbeiten zu wollen, trifft er nicht. Das Publikum beschwert sich aber, von kleinen Ausnahmen abgesehen, nicht.
Das alles mag ja bei Vorgänger Helmut, unterstützt durch den Alarmismus der konservativen Boulevardpresse, noch unterhaltsam gewesen sein. In der Premiere der „Berliner Republik“ wirkt die gestische Provokation jedoch eigentümlich kraftlos und beliebig. Schlingensief hat wohl den westfälischen SPD-Ortsverein seines Opas, Vaters oder Onkels im Kopf, wenn er an Schröder denke. Jedenfalls läßt er so offensichtliche Angriffsflächen und Konflikte aus und verwechselt, hier ganz der bekennende Dilettant, die handelnden Personen so,...
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