von Elena
Welch ein kultureller und kulturpolitischer Aufschlag. In Berlin hat mit dem Jungen Tanzhaus ein Ort eröffnet, der Spielstätte, Produktionshaus und Community-Treff in einem ist. Ein Haus, das sich für die Stadtgesellschaft öffnen möchte und junge Menschen von Beginn an in seine Gestaltung mit einbezieht. Unwahrscheinlich ist diese Gründung in Zeiten des Spardrucks, gerade in Berlin.
Auch wenn die Gründung fast überstürzt geschah, steht hinter dem Jungen Tanzhaus eine lange Erfolgsgeschichte. Begonnen hat sie vor 20 Jahren, als die Tänzerin und Choreographin Livia Patrizi erstmals Tanz an Schulen brachte. Bewegungsstunden, Workshops, Aufführungen: das Programm TanzZeit ist seither aus Berlins Angebot der kulturellen Bildung nicht mehr wegzudenken. In der Nachfolge von Royston Maldooms wegweisendem Tanz-Bildungs-Projekt Rhythm Is It! hat TanzZeit bis heute mehr als 25.000 Schüler*innen erreicht.
2016 kam eine eigene Bühnensparte hinzu, die Tanzkomplizen. Bekannte Berliner Choreograf*innen aus der Freien Szene erarbeiten hier Stücke für junges Publikum, oft zum ersten Mal in ihrer Karriere. Im Lauf der Jahre ist ein beeindruckendes Repertoire entstanden, Produktionen in den verschiedensten Tanzstilen und choreographischen Handschriften. Christoph Winkler hat für die Tanzkomplizen gearbeitet, Janne Gregor, Joy Alpuerto Ritter oder The Farm, eine Gruppe aus dem Umkreis von Sasha Waltz & Guests. Etliche Beteiligte gehören...