Methoden
Erschienen in: Digitale Reihe: Informierte Unbestimmtheit – Zur Robotik im Theater (06/2026)
Originaltitel in der Printausgabe: I.3 – Methoden
Ein Anspruch meiner Forschung ist die gleichwertige Verstrickung verschiedener Dimensionen, um so auf methodologischer Ebene transdisziplinäre Zugänge zu schaffen und Verschränkungen zu unterstreichen. Neben einer wissenschaftlichen Perspektive, die ethnografisch anmutet, kommt in dieser Arbeit auch meine künstlerische Sicht auf die Dinge zum Vorschein, die neben Berichten und theoretischen Erkenntnissen ebenfalls herangezogen wird, um die Forschungsfragen zu beantworten.1 Die Gleichzeitigkeit von Theorie und Praxis betrachte ich als eine wechselseitige Befruchtung.
Die beiden Teilfragen dieser Forschungsarbeit bedingen zwei unterschiedliche Methoden, um potenzielle Ko-/Operationsmodi aufzudecken und zu reflektieren: Auf der einen Seite wird die Potenzialität von Relationen, aus der Relata hervorgehen, anhand einer eigens entwickelten Relations- analyse genauer definiert, um diese Potenzialität nicht nur zu behaupten. Auf der anderen Seite wird Künstlerische Forschung als eine Methode aufgefasst, die sowohl in den Künsten als auch in den Wissenschaften zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die Wahl dieser Werkzeuge resultierte unter anderem aus einer Meta‑ Perspektive auf akademische Praktiken, die ich hier ebenfalls reflektiere. Die vorliegende Methodologie versteht sich deshalb als eine gelebte Wissenschaftskritik, die sowohl an tradierten Erkenntnissen als auch an konventionellen Methoden ansetzt. Es werden demzufolge Begriffe sowie deren Genese performativ hinterfragt.
Darüber hinaus sind die folgenden Seiten ein Beleg dafür, dass...
















