Das Wichtigste vom Tag
Dienstag, 10. März 2026
Walter-Mossmann-Preis für Anastasiia Kosodii ++ KATAPULT sucht neue Performance-Koproduktionen ++ Weimer sagt Buchhandlungspreis-Verleihung ab
Assoziationen: Dossier: Ukraine Anastasiia Kosodii LOFFT Schaubühne Lindenfels Nationaltheater Mannheim Schauspiel Leipzig

Freiburg im Breisgau: Walter-Mossmann-Preis 2026 für Anastasiia Kosodii
Die ukrainische Dramatikerin und Regisseurin Anastasiia Kosodii erhält den Walter-Mossmann-Preis 2026, wie die Walter-Mossmann-Gesellschaft mitteilt. Der von der Walter-Mossmann-Gesellschaft vergebene Preis würdigt politisch engagierte künstlerische Arbeiten im Geiste des Liedermachers und Aktivisten Walter Mossmann.
Kosodii, die seit einigen Jahren im deutschen Exil lebt und unter anderem als Hausautorin am Nationaltheater Mannheim tätig war, setzt sich in ihren Theatertexten intensiv mit den Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und mit gesellschaftlichen Konflikten in ihrem Heimatland auseinander. Mit der Auszeichnung werden ihre konsequent politische künstlerische Haltung und ihr Beitrag zu einer zeitgenössischen, dokumentarisch informierten Theaterpraxis gewürdigt.
Leipzig: KATAPULT sucht neue Performance-Koproduktionen
Zum vierten Mal schreiben LOFFT – DAS THEATER, Residenz Schauspiel Leipzig und Schaubühne Lindenfels gemeinsam das Projekt „KATAPULT – Performance Plattform Leipzig“ aus, wie die Häuser mitteilten. Die Plattform fördert Leipziger Künstler und Künstlerinnen mit Projektvorhaben im Bereich Performance durch Ko-Finanzierung von je 5.000 €, mehrwöchige Probenresidenz sowie dramaturgische und technische Betreuung. Die im Rahmen von KATAPULT entstehenden Arbeiten werden vom 23. bis 27. Juni 2027 in einem gemeinsamen Festival-Programm präsentiert. Bewerbungsschluss ist der 6. Mai 2026.
Berlin: Weimer sagt Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises ab
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die für den 19. März im Rahmen der Leipziger Buchmesse geplante Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises abgesagt, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Hintergrund ist die Kritik am Ausschluss von drei linken Buchhandlungen aus Berlin, Bremen und Göttingen, denen Weimer auf Grundlage von Erkenntnissen des Verfassungsschutzes Extremismusnähe vorwirft.
Die Debatte um die Nicht-Berücksichtigung drohe den eigentlichen Zweck des Preises, die Würdigung unabhängiger Buchhandlungen, zu überlagern, erklärte ein Regierungssprecher in Berlin. Die ausgewählten Buchhandlungen sollen ihre Urkunden und das Preisgeld nun direkt erhalten; die Hauptpreise werden gesondert bekanntgegeben. Die Schriftstellervereinigung PEN Deutschland warnte in Reaktion auf den Vorgang, Meinungsfreiheit und -vielfalt umfassten auch die Freiheit der Buchhändler, und mahnte vor politischer Einflussnahme auf das kulturelle Angebot.
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 10.3.2026


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