Theater der Zeit

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Das Wichtigste vom Tag

Dienstag, 12. Mai 2026

Sebastian Golser wird operativer Geschäftsführer am Landestheater Niederösterreich ++ Internationale Opernhäuser fordern Freilassung von Paata Burtschuladse ++ Studie sieht Theater-Streaming nicht als Konkurrenz zu Live-Abenden

Assoziationen: Dossier: Digitales Theater Dossier: Georgien Landestheater Niederösterreich

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St. Pölten: Sebastian Golser wird operativer Geschäftsführer am Landestheater Niederösterreich

Sebastian Golser wird mit 1. Juli 2026 neuer operativer Geschäftsführer der Landestheater Niederösterreich Betriebs GmbH, wie die NÖ Kulturwirtschaft mitteilte.

Golser folgt auf Georg Kandolf, der das Haus Ende April auf eigenen Wunsch verlassen hat, und soll gemeinsam mit der neuen künstlerischen Leiterin Patricia Nickel-Dönicke die Weiterentwicklung des Theaters vorantreiben. Derzeit leitet Golser das Künstlerische Betriebsbüro am Theater der Jugend Wien und bringt umfangreiche Erfahrung aus leitenden Funktionen an mehreren renommierten Bühnen im deutschsprachigen Raum mit.

 

Tiflis: Internationale Opernhäuser fordern Freilassung von Paata Burtschuladse

Der georgische Opernsänger Paata Burtschuladse sitzt nach seiner Unterstützung der Demokratiebewegung in Georgien in einem Gefängnis in Tiflis, wie Deutschlandfunk Kultur unter Berufung auf den „Guardian“ berichtet. Das britische Royal Opera House und die belgische Nationaloper La Monnaie haben ihre Regierungen aufgefordert, sich für den 71‑jährigen Bassisten einzusetzen, da er kein faires Verfahren erhalten habe.

Burtschuladse, der an Häusern wie der New Yorker Metropolitan Opera und der Mailänder Scala auftrat, engagiert sich seit Jahren für die Demokratiebewegung in seinem Heimatland und trat regelmäßig bei Protestkundgebungen auf. Im vergangenen Herbst wurde er festgenommen, nachdem er die georgische Regierung als illegitim bezeichnet hatte; in der vergangenen Woche verurteilte ein Gericht den Sänger zu sieben Jahren Haft.

   

London: Studie sieht Theater-Streaming nicht als Konkurrenz zu Live-Abenden

Gestreamte Theaterabende und Kinofassungen von Live-Aufführungen nehmen dem klassischen Theater in Großbritannien nach einer neuen Studie des National Theatre in London keine Besucher weg, berichtet die britische Zeitung „The Guardian“. Demnach haben Angebote wie „NT Live“ und „NT at Home“ sogar das Potenzial, das Theaterpublikum zu vergrößern, statt es zu ersetzen.

Laut der Untersuchung hatten über 90 Prozent der befragten Streamer im untersuchten Zeitraum auch eine Live-Theateraufführung besucht; als wichtigster Vorteil der digitalen Angebote nannten sie die niedrigeren Kosten gegenüber einem herkömmlichen Theaterabend. Besonders deutlich profitieren die Häuser von einem jüngeren Publikum: Etwa die Hälfte der Stream-Nutzenden war jünger als 35 Jahre, zudem heben Fachleute Vorteile wie zusätzliche Kameraperspektiven und Nahaufnahmen hervor, für die sich auch Regisseurinnen und Regisseure einsetzen, um die neue Kunstform weiterzuentwickeln.

 

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Redaktionsschluss: 14:30 Uhr

Erschienen am 12.5.2026

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