Gespräch
Nur das Beste des Schweizer Theaters
Julie Paucker über das Schweizer Theatertreffen im Gespräch
von Julie Paucker und Max Glauner
Assoziationen: Schweiz Dossier: Festivals
Erschienen am 22.4.2026

Das in der Schweiz bewegliche Festival findet vom 27. Mai bis 30. Mai im französischsprachigen Kanton Waadt in Lausanne am Genfer See und im nördlich davon gelegenen Yverdon-les-Bains im dortigen Théâtre Benno Besson statt.
Max Glauner: Als Neu-Schweizer hat mich anfangs irritiert, dass Schweizer:innen mit fast jedem, gleichgültig in welchem Kontext, gleich per „Du“ sind. Wir kannten uns vor dem Gespräch nicht. Bleiben wir beim Du aus unseren E-Mails?
Julie Paucker: Ja, gerne. Das signalisiert einen Vertrauensvorschuss – beim Theater unerlässlich. In den skandinavischen Ländern pflegt man das ebenso. Oder denke an das Englische. Da redet man auch den König mit „Du“ an.
MG: Stichwort Theatertreffen, Deutschland, Schweiz. Kannst du die wichtigsten Unterschiede nennen?
JP: Das ist einfach. Die Schweiz zählt ungefähr acht Millionen Einwohner:innen. Deutschland zehnmal so viel (lacht). Dafür haben wir vier Landessprachen, Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Entsprechend intensiv und divers sind auch die Kulturen im performativen Bereich, das versuchen wir, mit den stärksten Inszenierungen eines Jahrgangs so gut als möglich abzubilden. Z. B. orientiert sich das Tessin auch an Italien – Mailand liegt nicht weit entfernt, oder die Romandie an Frankreich. Das Schweizer Theatertreffen dient also auch dazu, sich besser kennenzulernen und einen nationalen Austausch voranzubringen,...
Erschienen am 22.4.2026




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