Theater der Zeit

Das Wichtigste vom Tag

Freitag, 23. Januar 2026

Schauspieler Hans Burkia verstorben ++ Akademie der Darstellenden Künste kürt Hörspiel des Jahres ++ Letzter O. E.-Hasse-Preis für zwei Schauspielstudierende vergeben ++ Schauspielerin und Sängerin Angelika Mann verstorben

Assoziationen: Berlin Thüringen Rosa von Praunheim Steffen Menschig Akademie der Künste Berlin Theater Rudolstadt Friedrichstadt-Palast

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Rudolstadt: Schauspieler Hans Burkia verstorben

Der Schauspieler und Regisseur Hans Burkia ist tot. Wie unter anderem die Ostthüringer Zeitung am 23. Januar 2026 melden, starb Burkia, der seit 1994 am Theater Rudolstadt tätig war, am 21. Januari m Alter von 77 Jahren. 1948 in Ueckermünde geboren und in Berlin aufgewachsen, absolvierte Burkia zunächst eine Lehre zum Chemiefacharbeiter, bevor er Schauspiel an der heutigen Schauspielschule Ernst Busch in Berlin studierte. Ab 1972 war er in Zittau/Görlitz sowie ab 1975 in Magdeburg engagiert, bevor er nach Stralsund ging, wo er von 1991 bis 1994 das Schauspiel leitete. Anschließend wechselte er nach Rudolstadt, wo er in der Spielzeit 1999/2000 das Theater leitete. Große Rollen waren für Burkia hier etwa der Dorfrichter Adam in Kleists „Der zerbrochene Krug“ oder die Titelfigur in Lessings „Nathan der Weise“. „Er war ein Schauspieler mit ganzer Seele, zupackender Kraft und ansteckender Spiellust", wird der Rudolstädter Intendant Steffen Mensching zitiert.

 

Berlin: Akademie der Darstellenden Künste kürt Hörspiel des Jahres 

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat das rbb-Hörspiel „Auch wenn es dunkel ist – Berichte vom 7. Oktober“ zum Hörspiel des Jahres 2025 ernannt, wie die Akademie auf ihrer Homepage mitteilte.

Das dokumentarische Werk von Sharon On und Dirk Laucke schildert die Schicksale von 13 Opfern des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober 2023. Die Jury, bestehend aus Laila Stieler und Sebastian Krumbiegel, lobte das Stück für seine eindringliche, ungeschönte Darstellung und seine Fähigkeit, Fragen offenzulassen.

 

 Berlin: Letzter O. E.-Hasse-Preis für zwei Schauspielstudierende vergeben

Die Schauspielstudierenden Elisabeth Nittka von der Otto Falckenberg Schule München und Aya Michèle Zaghdoudi von der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin erhalten den O. E.-Hasse-Preis 2026, wie die den Preis betreuende Akademie der Künste Berlin mitteilte.

Die seit 1981 vergebene Auszeichnung wird in diesem Jahr zum letzten Mal vergeben, da das Vermögen der O. E.-Hasse-Stiftung aufgebraucht ist; die beiden Preisträgerinnen teilen sich die verbleibende Preissumme von 4.000 Euro. Der Preis wurde bislang alternierend an Studierende der beiden Schauspielschulen verliehen, um besondere Begabungen zu fördern, und geht in seiner über 40-jährigen Geschichte auf den Bühnen- und Filmschauspieler Otto Eduard Hasse zurück. Die Preisverleihung findet am 26. Januar 2026 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin statt.

 

Berlin: Schauspielerin und Sängerin Angelika Mann verstorben

Die in Berlin geborene Schauspielerin und Sängerin Angelika Mann ist tot; sie starb am 21. Januar 2026 im Alter von 76 Jahren an einem Krebsleiden, wie unter anderem Deutschlandfunk Kultur meldet.

Mann, eine der prägenden Künstlerinnen mit ostdeutschen Wurzeln, wirkte zunächst in Bands und Formationen der DDR-Jazz- und Chansonszene, bevor sie nach ihrer Ausreise 1985 nach Westberlin unter anderem als Lucy in der „Dreigroschenoper“ am Theater des Westens sowie als Hexe in „Hänsel und Gretel“ im Berliner Friedrichstadtpalast auf der Bühne stand.1999 wirkte sie zudem in Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex“ mit. Später übernahm sie Hauptrollen in biografischen Bühnenstücken, spielte in Dresden im Musical „Der Mann mit dem Lachen“ und wurde dafür 2019 mit dem „Deutschen Musical Theater Preis“ als beste Darstellerin in einer Nebenrolle ausgezeichnet.

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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

Erschienen am 23.1.2026

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