Theater der Zeit

Anzeige

Das Wichtigste vom Tag

Dienstag, 21. April 2026

13. Sächsisches Theatertreffen startet im Dreiländereck ++ Kulturstaatssekretär Friederici nach Fördergeldaffäre entlassen

Assoziationen: Sachsen Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau

Anzeige

Görlitz/Zittau: 13. Sächsisches Theatertreffen startet im Dreiländereck

In Görlitz und Zittau hat am Dienstag das 13. Sächsische Theatertreffen begonnen, das bis 26. April die besten Inszenierungen des Freistaats bündelt. Ausrichter ist das Gerhart-Hauptmann-Theater an beiden Standorten, das ein Programm mit Schauspiel, Tanz und Musical sowie Beiträgen aus Polen und Tschechien präsentiert.

Das Festival gilt seit 26 Jahren als Leistungsschau der sächsischen Stadt-, Staats- und Landestheater und findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt. In diesem Jahr stehen 21 Inszenierungen auf sechs Bühnen auf dem Programm, darunter Klassiker wie „Maria Stuart“ und „Richard III.“ ebenso wie Produktionen, die mit künstlicher Intelligenz experimentieren. Neben den Häusern aus Sachsen zeigen auch Ensembles aus den Nachbarländern aktuelle Arbeiten, um die internationale Perspektive im Dreiländereck stärker zu betonen.

Begleitet wird das Treffen von einer öffentlichen Gesprächsrunde zur finanziell angespannten Lage der Theater, bei der der Intendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters, Daniel Morgenroth, mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, dem Schirmherrn des Festivals, über die Zukunft der Kulturfinanzierung im Freistaat diskutiert. Thema ist dabei, wie Kultur in der Fläche unter Sparzwängen gesichert werden kann, ohne ganze Angebote zu streichen.

 

Berlin: Kulturstaatssekretär Friederici nach Fördergeldaffäre entlassen

In Berlin ist der für die Vergabe umstrittener Fördermittel zuständige Kulturstaatssekretär Oliver Friederici von seinen Aufgaben entbunden worden, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Hintergrund ist die Affäre um rund drei Millionen Euro aus einem Etat der Kulturverwaltung für Projekte von „besonderer politischer Bedeutung“, insbesondere zur Bekämpfung von Antisemitismus.

Die Kritik richtet sich gegen den Verdacht unzulässiger politischer Einflussnahme bei der Mittelvergabe, mögliche Verstöße gegen das Haushaltsrecht werden nicht ausgeschlossen. Die parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson verweist laut Senderangaben auf Empfehlungen des Rechnungshofs, nach denen Prozesse und Abläufe der Fördermittelvergabe nun umfassend überprüft und gegebenenfalls neu aufgesetzt werden sollen.

 

Abonnieren Sie „Das Wichtigste vom Tag“ als Podcast.

 

Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

Erschienen am 21.4.2026

teilen:

Assoziationen

Neuerscheinungen im Verlag

Anzeige