Das Wichtigste vom Tag
Donnerstag, 2. April 2026
Berliner Senatskulturverwaltung beruft Gutachter:innen für Konzeptförderung 2028–2031 ++ Klopstock-Preis 2026 für Jan Kuhlbrodt
Assoziationen: Sachsen-Anhalt Berlin

Berlin: Senatskulturverwaltung beruft Gutachter:innen für Konzeptförderung 2028–2031
Die Berliner Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sarah Wedl-Wilson, hat das Sachverständigengremium für die Konzeptförderung von Produktions- und Spielorten im Förderzeitraum 2028 bis 2031 berufen. Die Konzeptförderung ist das einzige Programm des Landes Berlin für eine vierjährige institutionelle Förderung im Bereich der Freien Bühnenkünste und gilt damit als zentrales Instrument für die Sicherung der Berliner Theater- und Performancelandschaft.
Dem dreiköpfigen Gremium gehören die freie Journalistin und Theaterkritikerin Irene Bazinger, die Dramaturgin und Leiterin des internationalen Festivals Theaterformen in Braunschweig und Hannover, Anna Mülter, sowie Tim Sandweg, Künstlerischer Leiter der Schaubude Berlin und Dramaturg, an. Die Expert*innen erstellen auf Grundlage der eingereichten künstlerisch-programmatischen Konzepte ein Evaluierungsgutachten, das die Vergabeentscheidungen der Verwaltung für den neuen Förderzeitraum vorbereitet.
Gefördert werden im Rahmen der Konzeptförderung Theater, produzierende Spielorte, Häuser mit eigener Programmplanung sowie Orte, die der künstlerischen Produktion, Entwicklung und Recherche in den Bühnenkünsten dienen. Die Ausschreibung für die Förderperiode 2028–2031 lief vom 18. November 2025 bis zum 28. Februar 2026; die Veröffentlichung des Gutachtens ist für Ende Februar 2027 angekündigt.
Leipzig: Jan Kuhlbrodt wird mit dem Klopstock-Preis 2026 ausgezeichnet
Der Leipziger Schriftsteller und Lyriker Jan Kuhlbrodt wird mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur 2026 ausgezeichnet, der wichtigsten Literatur-Ehrung des Landes Sachsen-Anhalt. Wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte, erhält Kuhlbrodt den mit 12.000 Euro dotierten Preis für sein literarisches Gesamtwerk. In der Begründung der Jury heißt es, Kuhlbrodts Schreiben sei von einer tiefgehenden Erinnerungsarbeit geprägt, insbesondere hinsichtlich der Erfahrungen in der DDR, und verbinde auf herausragende Weise gesellschaftspolitische Kritik mit poetischem Experiment und Wagnis.
Der Klopstock-Preis für neue Literatur wird seit 2015 jährlich vergeben und gilt als höchste Literatur-Auszeichnung Sachsen-Anhalts; prämiert werden entweder ein deutschsprachiges Werk der vergangenen vier Jahre oder eine literarisch herausragende Gesamtleistung. Im vergangenen Jahr wurde die Leipziger Autorin Heike Geißler geehrt, in diesem Jahr findet die Preisverleihung am 2. Juli, dem Geburtstag Friedrich Gottlieb Klopstocks, in Quedlinburg statt.
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 2.4.2026

















