Theater der Zeit

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Auftritt

Nationaltheater Mannheim: Gefangen in den Illusionen der KI

„Es sagt, es liebt uns“ von Emre Akal (UA) – Regie Dennis Duszczak, Bühne Thilo Ulrich, Kostüme Frederike Marsha Koors, Musik Jan Preißler

von Elisabeth Maier

Erschienen in: Theater der Zeit: Bühnenmütter und Mütternarrative (03/2026)

Assoziationen: Theaterkritiken Baden-Württemberg Dossier: Uraufführungen Dennis Duszczak Emre Akal Nationaltheater Mannheim

Der KI Roboter MO-NI ist ein Fehler im System, denn sie entwickelt einen eigenen Willen – mit weitreichenden Konsequenzen für eine Kleinfamilie: „Es sagt, es liebt uns“ von Emre Akal in einer Inszenierung von Dennis Duszczak am Nationaltheater Mannheim.
Der KI Roboter MO-NI ist ein Fehler im System, denn sie entwickelt einen eigenen Willen – mit weitreichenden Konsequenzen für eine Kleinfamilie: „Es sagt, es liebt uns“ von Emre Akal in einer Inszenierung von Dennis Duszczak am Nationaltheater Mannheim.Foto: Christian Kleinert

Der ewig nörgelnde Vater sitzt auf dem Sofa und tut, was er am besten kann. Mit seinem ständigen Ringen um Aufmerksamkeit setzt er die Tochter unter Druck. Seit seine Frau tot ist, verliert er den Halt. Emre Akals neues Stück „Es sagt, es liebt uns“ beginnt mit Bildern, wie man sie aus vielen Familienkonstellationen kennt. Care-Arbeit überfordert die Kinder. Gut, dass es Künstliche Intelligenz gibt, die diese lästige Pflicht übernimmt. Mo-Ni ist ein Pflegeroboter. Der Name steht für „Modular-Organische-Neuro-Intelligenz“ – und auch wenn alle die Frauengestalt mit dem „Dauerlächeln bei zwölf bis 14 Grad Mundwinkelhebung“ liebevoll Moni nennen, bleibt der Name nur eine Typbezeichnung.

Akal ist in dieser Spielzeit Hausautor am Nationaltheater Mannheim. Als Dramatiker und Regisseur arbeitet der 44-Jährige an der Schnittstelle von Digital-Installationen und Videokunst. Sein virtuoses Spiel mit der Wahrnehmung, mit flirrenden Bildkompositionen des 21. Jahrhunderts, blendet Regisseur Dennis Duszczak aus. Sein Fokus liegt auf den Menschen und auf dem, was die Technik mit ihnen macht.

In „Es sagt, es liebt uns“ liefert die Firma MR01 nicht nur den Roboter, der ständig dazulernt. In Akals Text ist dieser Prozess Triebfeder der Dramaturgie: „Triggern von emotionalen Rezeptoren. Speisen aus ‚Mutterdatenbanken!‘ In Klang, Spitzname und Körperhaltung.“ Möglichst genau soll...

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