Theater der Zeit

  • Dossier

    Uraufführungen

    Uraufführungen sind die Geburtsstunde eines Bühnenwerks – der magische Moment, in dem ein Stück vor Publikum zum Leben erweckt wird. Inspiriert von einer der Gründungsausgaben von Theater der Zeit aus dem Jahr 1947, widmet sich dieses Onlinedossier dem Phänomen der Uraufführung, indem es Rezensionen von deutschsprachigen Uraufführungen („UA“) versammelt.

  • Foto: KI generiert
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  • Szene aus „Ich schieß’ auf den Adler!“ von Mizgîn Bilmen und Kornelius Luther am Theater Plauen-Zwickau.

    Auftritt

    TdZ+

    Theater Plauen-Zwickau: Romantik im Überfluss

    „Ich schieß’ auf den Adler!“ von Mizgîn Bilmen und Kornelius Luther (UA) – Regie Mizgîn Bilmen, Bühne und Kostüme Sabine Mäder, Musik und Komposition Sebastian Undisz, Text und Konzept Mizgîn Bilmen, Kornelius Luther

    von Stefan Petraschewsky

    Foto: André Leischner

  • „Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin“, Künstlerische Leitung, Regie und Text von Sophia Süßmilch am HAU1.

    Auftritt

    TdZ+

    HAU Berlin: Das Abendmahl der Menschenfresserinnen

    „Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin“ von Sophia Süßmilch – Regie Sophia Süßmilch, Bühne Theresa Scheitzenhammer, Kostüme Julia Bosch, Musik Henrike Henoch und Ilgen-Nur Borali, Licht Leo Schneidermann, Choreografie Jeanna Serikbayeva

    von Sophie-Margarete Schuster

    Foto: Dorothea Tuch

  • In Nicolas Stemanns vierstündiger Uraufführung von Elfriede Jelineks letztem Stück sprechen nur noch Tiere über Kapitalismus, Gier und den Fall der Signa-Gruppe – bis am Ende Künstliche Intelligenz die Macht auf der Bühne übernimmt und die Menschen verstummen.

    Auftritt

    TdZ+

    Salzburger Festspiele: Die Schlachthöfe der KI

    „Unter Tieren“ von Elfriede Jelinek (UA) – Regie Nicolas Stemann, Bühne Katrin Nottrodt, Kostüme Marysol del Castillo, Mediale Inszenierung Claudia Lehmann, Konrad Hempel & IXA, Musik Thomas Kürstner & Sebastian Vogel. Eine Ko-Produktion der Salzburger Festspiele mit dem Burgtheater Wien.

    In Nicolas Stemanns vierstündiger Uraufführung von Elfriede Jelineks letztem Stück sprechen nur noch Tiere über Kapitalismus, Gier und den Fall der Signa-Gruppe – bis am Ende Künstliche Intelligenz die Macht auf der Bühne übernimmt und die Menschen verstummen.

    Wie verzweifelt Jelineks Sprachkunst sein kann, offenbart Mavie Hörbiger in der Rolle eines Schweins, das über seine Angst vor dem Schlachter spricht. Altmeister Branko Samarovski braucht nur wenige Blicke und große Gesten, um Macht über Leben und Tod zu demonstrieren. In Fatsuit und mit einer lustigen Piggy -Handpuppe philosophiert er über die gnadenlose Ausbeutung der Tiere durch die Menschen.

    — Elisabeth Maier

    von Elisabeth Maier

    Foto: Tommy Hetzel/ BURG

  • In „Station Paradiso“, der neuen Mixtape-Oper von Sara Glojnarić an der Staatsoper Stuttgart (Regie: Anika Rutkofsky), werden Songs zu Fahrkarten und Geschichten zu Routen durch Migration, Sehnsucht und Zugehörigkeit. Zwischen Fantasy-Nachtbus, Oral History und verfremdeten Popzitaten entfaltet sich ein Musiktheaterabend, der die Gastarbeitergeschichte als schwebenden Klangraum neu erzählt.

    Auftritt

    TdZ+

    Staatsoper Stuttgart: Klangarchiv der Sehnsüchte

    „Station Paradiso“, Mixtape-Oper von Sara Glojnarić (UA) – Libretto Libretto von Tanja Šljivar, Musikalische Leitung Peter Rundel, Regie Anika Rutkofsky, Bühne Christina Schmitt, Kostüme Adrian Stapf, Video Manuela Hartel, Choreografie Janine Grellscheid, Licht Volker von Schwanenflügel, Dramaturgie Julia Schmitt, Johanna Mangold

    von Otto Paul Burkhardt

    Foto: Matthias Baus

  • Zum Doppeljubiläum von Hans Werner Henze und der Münchner Biennale lässt Piyawat Louilarpprasert in „R3SIST4NC3 B0D1EZ“ Henzes politisch aufgeladene „Voices“-Lieder auf forensische Laborszenen, Roboterin Karla, Fast-Fashion-Fließbänder, TikTok-Feeds und „Make Klassenkampf great again“-Raves prallen.

    Auftritt

    TdZ+

    Biennale München: Tanz mit Karla

    „V01CES//B0¬D1EZ“ Musiktheater nach Hans Werner Henzes „Voices“ und Piyawat Louilarppraserts „R3SIST4NC3 B0D1EZ“ (UA) – Komposition Piyawat Louilarp­Prasert & Hans Werner Henze, Musikalische Leitung Bas Wiegers, Regie Amy Stebbins, Ausstattung Christian Wiehle, Video Alexander Hügel, Sound Design Georgios Maragkoudakis, Licht Design Ramona Lehnert

    von Teresa Pieschacón Raphael

    Foto: Cordul Treml

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