Landesbühnen Sachsen: »Das Spiel der Liebe«
Aus TdZ 11/1984
von Volkmar Draeger
Erschienen in: Die andere Seite – Tanz in der DDR von 1975 bis 1997 (04/2026)
Eva Hennig hat mit ihrer Ballettrevue bei den Zuschauern augenscheinlich ins Schwarze getroffen. Die musikalische Grundlage bilden bekannte Beiträge aus Operette und Musical, wobei auch das DDR-Schaffen Beachtung erfährt. Hennig ließ sich dafür eine viergeteilte Fabel einfallen: ein junges Mädchen träumt von der großen Liebe. Dabei gerät sie nacheinander in den Olymp, in das Atelier eines Malers, in den Kintopp der 20er Jahre und unter Jugendliche von heute. In die Bilder werden Instrumentalsoli und Gesangshits eingeflochten.
Im Olymp kündigt Merkur auf Rollschuhen Jupiter an. Angesichts des hübschen Besuchs von der Erde verwandelt sich der Göttervater in Adonis. Pluto stört weise die Liebesromanze und läßt alles mit dem bekanntesten aller Cancans enden. – Im weißen Mantel träumt sich das Mädchen in die Rolle eines Modells hinein. Ihr Posieren auf dem Diwan wird von einer hereinplatzenden Ballerina unterbrochen. Der Maler versteckt das Mädchen, wendet sich der Tänzerin zu und gibt ein Fest (Spanisch, Russisch, Polka, Csárdás als Einlagen). Das enttäuschte Mädchen veranlaßt die Putzfrau, in einem köstlichen Kehraus die Gäste aus dem Atelier zu fegen. – Das Mädchen versucht sich einem umschwärmten Filmstar zu nähern. Auch als Chaplin gelingt ihr das nicht. Da sie die Filmaufnahmen stört, wird sie des Ateliers verwiesen....















