Theater der Zeit

Laudatio

Vivat B. K.!

Rede zum 75. Geburtstag von B. K. Tragelehn, gehalten am 17. April 2011 im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

von Friedrich Dieckmann

Erschienen in: Recherchen 179: Roter Stern in den Wolken 3 – Aufsätze, Reden, Gespräche, Gedichte. Ein Lesebuch. Herausgegeben von Gerhard Ahrens und Erik Zielke (04/2026)

C.M. und B. K. Tragelehn am 1. Mai 1984 vor dem Haus am Hüblerplatz in  Dresden-Striesen, in dem T. von 1947 bis 1955 bei seinen Eltern groß wurde.
C.M. und B. K. Tragelehn am 1. Mai 1984 vor dem Haus am Hüblerplatz in Dresden-Striesen, in dem T. von 1947 bis 1955 bei seinen Eltern groß wurde.Foto: Ute Schendel

Es gilt, einen Theatermann, Dichter und Nachdichter zu feiern, den seine Freunde und Verwandten Klaus, er selbst sich aber B. K. nennt. Wenn seine Frau Christa, die Haupt- und Basisgestalt seines Lebens (nach Brecht natürlich, der geht vor), Klaus zu ihm sagt, ist die Lage irgendwie brenzlig; meistens sagt sie einfach Tragelehn zu ihm, dann fühlt man sich wie ins 18. Jahrhundert versetzt. Dort ist B. K., wie alle echten Dresdner, recht eigentlich zu Hause, wobei wir ihn in die Zeit nach dem Siebenjährigen Krieg versetzen müssen, in die Zeit eines Rationalismus, der das Barock hinter sich gelassen hatte und mit mystischen Elementen manchmal sonderbar verknüpft war. Für den echten Dresdner ist kennzeichnend (insofern kann man Thomas Rosenlöcher, den Zschachwitzer, nur bedingt als solchen ansprechen), dass er sich einmal losgerissen haben muss von der Heimat, nicht um ihr zu entrinnen (das ist unmöglich), sondern um ihrer recht inne zu werden. Tragelehns Losriss war ein anarchistischer Akt, der seine Wirkung nicht verfehlte: Er schrieb im Abitur bei einem Banknachbarn ab, offenbar so, dass die Lehrer es merken mussten, und hatte erreicht, was er, oder doch sein Unterbewusstsein, wollte: Er war der vorgezeichneten akademischen Laufbahn, die als ein Alptraum vor ihm stand,...

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