Thema
Spielend sich befreien
Über das therapeutische Spielen mit Handpuppen
Schon in den 1920er Jahren verwandten Psychoanalyse und Psychodrama Puppenspiel zur Behandlung von Neurosen und Psychosen. 1 Bis heute tauchen Puppen in pädagogischen und therapeutischen Kontexten auf – als Gesprächspartner, stellvertretende Körper, Spielgefährten oder Masken eigener Persönlichkeitselemente. Eine spezielle, nicht unumstrittene „tiefenpsychologisch orientierte Methode“, die auf die therapeutische Wirkung des Spiels mit Handpuppen und die selbstregulative Heilung durch eigene Erfindungsgabe setzt, entwickelte die Schweizer Kunstpädagogin Käthy Wüthrich. Die Methode nutzt „die Puppe als Stellvertreter [, der] Handlungsweisen erlaubt, die im normalen Rollenspiel nicht möglich sind.“2
von Almut Wedekind
Erschienen in: double 36: Posttraumatisches Theater? – Trauma, Therapie & Figurentheater (11/2017)
Assoziationen: Puppen-, Figuren- & Objekttheater Praxiswissen
teilen:















