Von der Gründung 1925 bis zum Theaterneubau 1958
Erschienen in: Blick zurück nach vorn – Ein Jahrhundert Rheinisches Landestheater Neuss (12/2025)
Assoziationen: Theatergeschichte Nordrhein-Westfalen Rheinisches Landestheater Neuss

Theateraufführungen konnte man in Neuss lange Zeit nur in Form von Auftritten von Wanderbühnen oder Gastspielen aus benachbarten Städten erleben. Ein erster Versuch, für den Niederrhein ein gemeinsames Theater zu schaffen, war die 1911 gegründete Rheinische Verbandsbühne, 1913 zur Rheinisch-Westfälischen Verbandsbühne erweitert. Die Initiative zur Gründung der Verbandsbühne war vom Vorsitzenden des Rheinischen Städtebundes, dem Viersener Bürgermeister Peter Stern, ausgegangen. Auch Neuss beteiligte sich an dem Unternehmen, der Erste Beigeordnete der Stadt, Josef Klein, war von 1912 bis 1918 dessen Zweiter Vorsitzender. Die Bühne gastierte in den Räumen der Bürgergesellschaft an der Niederstraße. Zwar musste die Rheinisch-Westfälische Verbandsbühne 1918 ihre Tätigkeit einstellen, aber sie konnte als Blaupause für die Gründung von 1925 dienen und der Städtebund sollte für sie namensgebend werden.
Nachdem es 1920 bis 1922 mit der Rheinischen Landesbühne mit Sitz in Düren einen weiteren Versuch gegeben hatte, ein professionelles Theater für Städte und Gemeinden im Rheinland ohne eigenes Ensemble zu etablieren, in den sich Neuss ebenfalls aktiv einbrachte – Josef Klein war hier sogar Erster Vorsitzender –, sollte es dann 1925 einen erneuten Anlauf zur Gründung eines solchen Theaters geben, dem schließlich ein langfristiger Erfolg beschieden war. Die Stadt Neuss war einer von mehreren Akteuren, die das Projekt...
















