Sie sind aus einer Zeit vor unserer Zeit. Aus einer Zeit, in der man noch an den Teufel glaubte und, statt zu reden, die Fäuste sprechen ließ. Am 3. Februar 2018 stand in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel des Osteuropakorrespondenten Florian Hassel. „Jagdszenen in der polnischen Provinz“ war dieser übertitelt. Die Reportage drehte sich um Salah Slama, einen Tunesier, der der Liebe wegen in die polnische Kleinstadt Lubawa gezogen war. Doch mit der Gastfreundschaft war es hier nicht weit her. Er erinnere sich nicht mehr an alle Angriffe, berichtet Salah Slama. Es seien zu viele gewesen. Und sie zeugten von einer Gewalt, die direkt aus dem Mittelalter zu stammen schien.
Sie sind aus einer Zeit nach unserer Zeit. Aus einer Zeit, in der es interstellare Raumschiffe gibt. Und winzige Aliens, von denen einer, aus der Zukunft herbeigeflogen, direkt in einem polnischen Theater landet. „Wir beobachten euch schon lange“, sagt dieser Alien. „Und ich muss euch ganz ehrlich sagen … Ihr seid so dumm und so scheiße … Das packt keiner! … O Mann, ich kann nur heulen.“ Maciej Litkowski, der Kurator dieses Abends, ist zwar nicht aus der Zukunft ins Teatr Współczesny gekommen, sondern bloß aus seiner Szczeciner Wohnung, dennoch...