Schöpferischer Spaß mit bunten Würfeln
Aus N-Z, 3.3.1982
von Volkmar Draeger
Erschienen in: Die andere Seite – Tanz in der DDR von 1975 bis 1997 (04/2026)
»Tanz aus der Kiste« in der Komischen Oper
Der Titel »Tanz aus der Kiste« ein Ballettprogramm der Komischen Oper in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Ballettschule Berlin drückt aus, was den jungen Zuschauer über eineinhalb Stunden erwartet, und weist auf die ideeliche Klammer der zweigeteilten Matinee hin.
Ein Hintergrund-Prospekt wird durch Umrandungen in Quadrate geteilt und zeigt im kleinsten Quadrat eine Hügellandschaft mit Würfeln, weißem Himmel und dicken blauen Wolken. Davor stehen Würfel verschiedener Farbe und Größe. Zwei Musiker begrüßen die acht Tänzer. Gemeinsam klappt man Kisten auf:
Zum Vorschein kommen ein Klavier sowie ein mit Küchengeräten und diversen Gläsern ausgerüsteter Experimentiertisch, der sich als Schlagzeug ausweist.
Ein Tänzer, Springinsfeld und späterer Peter-Darsteller, entdeckt beim Kramen in der kleinsten Kiste eine Kasperlepuppe und imitiert sie. Mit wenigen Requisiten Inhalt einer weiteren Kiste entsteht eine Dornröschen-Improvisation. Fröhlich tänzelt ein Zebra, das seine beiden »Untermänner« wohltuend wenig verleugnet, begleitet von einer Dompteuse. Mittels einiger Stoffstücke, einfallsreich um ihre Körper drapiert, gestalten die nun fünf Darsteller eine Persiflage auf die Gespreiztheit alter höfischer Tänze und tapsen als rauchspeiender, aber gutmütiger Drache umher. Schließlich ein tänzerisch buntes, sprungreiches Finale.
Die Gruppe klappt die Instrumenten-Kiste zu und spielt nach erneutem Verkleiden die Geschichte von Peter und...















