Da war doch noch was 1
von Christof Lappler
Erschienen in: Mutige Sprünge und große Wellen – 40 Jahre theater pfütze (06/2026)
Wir schreiben das Jahr 1995. Das theater pfütze hat die ersten wilden Jahre hinter sich: Festivaleinladungen, der Schritt in die Professionalität ist getan, die Aufmerksamkeit des deutschsprachigen Theaterraums gesichert.
Jeweils für die Herbst-/Wintersaison – die Hochsaison für Kinder- und Jugendtheater – werden Spielorte eingerichtet (Planetarium, ehemalige LGA – jetzt Cinecitta usw.). Paul Maar schreibt uns mit Lippels Traum einen Publikumserfolg für die Freilichtbühne im Fürther Stadtpark. Das Stadttheater Fürth produziert mit uns und wir werden vom Publikum überrannt.
Doch dann steht eines Tages der Gerichtsvollzieher in unserem Büro. Über einen längeren Zeitraum wurden fällige Sozialabgaben nicht abgeführt. Das Konto ist hoffnungslos überzogen.
Wir fallen aus allen Wolken. Die urlaubsbedingte Abwesenheit unseres damaligen Geschäftsführers bringt ein Desaster an den Tag.
Was war passiert?
Ein Jahr zuvor hatten wir auf einem Gelände in Nürnberg ein Theaterzelt errichtet – mithilfe eines Sponsors. Der Bau, und was dazu alles nötig war, erforderten einen Kredit. Das war neu und nicht geplant. Für den Kredit mussten wir gemeinschaftlich bürgen. Der Umgang damit war unterschiedlich: von „na und?“ über mulmig bis „kann ich nicht machen“ war alles dabei.
Doch die Kosten liefen aus dem Ruder. Die Infrastruktur für Gastronomie, dazu neue Büroräume, Telefonanlage, mehr Personal usw. Auf...















