Essay
Der Messingkauf im Curazän
von Kevin Rittberger und Teresa Kovacs
Erschienen in: Der Messingkauf im Curazän – Eine Ästhetik der Verschränkung (02/2026)
Assoziationen: Dossier: Bertolt Brecht Donna Haraway

Es gibt freilich ein Bedürfnis, dem gegenüber Hunger
und Durst, so gewaltig sie sein mögen, als etwas
Zweitrangiges erscheinen, ein Bedürfnis, das sich
beständig erneuert und nie gestillt ist, das sich ohne
Unterbrechung bemerkbar macht, während des
Wachens wie des Schlafens, nachts, am Tage, zu jeder
Stunde, in jedem Augenblick. Es ist das Bedürfnis nach Luft.
(Jean-Henri Fabre)
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Die 4-7-8-Atemübung ist eine Technik, bei der wir für vier Sekunden durch die Nase einatmen. Anschließend pausieren wir für sieben Sekunden. Danach atmen wir für acht Sekunden sanft durch Mund oder Nase aus. Und das für zehn Minuten. Diese Art der Atmung hilft uns, in der Gegenwart zu sein. Ja, es kommt uns anfänglich schwierig vor, vor allem das Luftanhalten. Wenn wir zum ersten Mal eine Pause machen, werden wir unseren Herzschlag spüren. Probieren wir es mit sechs oder fünf Sekunden Pause! Wenn wir die Pause ganz weglassen, nur ein- und ausatmen, kann es uns beim Einschlafen helfen. Diese Atemübungen helfen, psychische Belastungen zu lindern, das Gedankenkarussell anzuhalten und ein Gefühl von Entspannung und Ruhe zu erzeugen. Natürlich klappt das nicht auf Anhieb. Ups, jetzt haben wir schon „wir“ gesagt. Wer ist dieses „wir“ eigentlich? Und woher nehmen wir diese ganze...



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