Theater der Zeit

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„Ich hab’ nie große Rollen gespielt“

Die Sängerin Irmgard Urbschat-Brux, genannt Irmchen

von Raimund Hoghe

Erschienen in: Recherchen 150: Wenn keiner singt, ist es still – Porträts, Rezensionen und andere Texte (1979 - 2019) (09/2019)

Assoziationen: Berlin Akteure

In den rot ausgeschlagenen Schaukästen hängen die Bilder der Stars, Gruppenaufnahmen und Farbporträts von Coccinelle und Dolly Doll, Melina M. und Irmchen. Gegenüber brennt eine Wohnung, Feuerwehrwagen versperren die Straße. „Das Berliner Gasthaus-Ensemble präsentiert seine neue Cabaret-Revue Ein Abend hier im Gasthaus. Täglich um 21.00, 23.00 und 1.00.“ 20.30 Uhr: Die Tische sind gedeckt. Charlotte, die alte Pianistin, sitzt in schwarzem Lurexpullover und einer um die Beine geschlagenen karierten Wolldecke am Klavier und spielt wie jeden Abend die alten Lieder – „So stell’ ich mir die Liebe vor“. An der Bar sitzen Frauen in Hemdblusenkleidern und Männer mit frisch geföhnten Haaren; junge Pärchen in Sweatshirts und Jeans sehen stumm vor sich hin. Charlotte spielt: „Die ganze Welt ist himmelblau“. Eine Reisegruppe steigt aus dem Bus und füllt das Lokal. Die Kellner nehmen die Bestellungen entgegen. Vom Band ertönt Orchestermusik für den ersten Ensemble-Auftritt: „Ein Abend hier im Gasthaus fängt mit Champagner an.“ Die Kellner servieren Suppen. Der Conférencier erzählt vom Niedergang der großen Varietés: „Heute gibt’s in Westberlin nur noch Stripteaselokale.“ Während weiter serviert wird, singt er das Lied vom Ladenmädel aus der Leipziger Straße, das immer dastand, „zwischen Seiden und Spitzen versteckt“. Charlotte trinkt Kaffee aus einer Thermoskanne...

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