Theater der Zeit

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Zustandsaufnahme: Kontexte und Raum der Spielstätte

von Annette Menting

Erschienen in: Schauspielhaus Chemnitz – Zwischen Zeiten und Räumen (01/2025)

Topologie Chemnitz 2024: 1 Schauspielhaus – 2 Interimsspielstätte Spinnbau – 3 Opernhaus – 4 Stadthalle – 5 Chemnitzer Kabarett – 6 Kulturhaus Arthur – 7 Kraftwerk e.V. – 8 OFF Bühne Komplex – 9 Küchwaldbühne – 10 Weltecho – 11 Fritz Theater – 12 FRESSTheater
Topologie Chemnitz 2024: 1 Schauspielhaus – 2 Interimsspielstätte Spinnbau – 3 Opernhaus – 4 Stadthalle – 5 Chemnitzer Kabarett – 6 Kulturhaus Arthur – 7 Kraftwerk e.V. – 8 OFF Bühne Komplex – 9 Küchwaldbühne – 10 Weltecho – 11 Fritz Theater – 12 FRESSTheaterFoto: theaterraum. Menting

5.1 Topologie der Spielstätten in Chemnitz

Die Topologie der Spielstätten in Chemnitz beschreibt den kulturellen Kontext der Städtischen Theater, indem sie für die gegenwärtige Situation einen Überblick der verschiedenen Orte für Aufführungskünste in der Stadt gibt.1 Sie erfasst die Relationen verschiedener Spielstätten und berücksichtigt neben Stadttheatern, Privattheatern, Spielstätten der freien Szene und mischgenutzten Kultur- bauten auch temporär genutzte Festivalorte und Interimsspielstätten.2

Im Chemnitzer Stadtzentrum besteht eine deutliche Verdichtung von Kultur-Institutionen, zu denen die Stadthalle und das Opernhaus als Dominanten gehören. Die Verlagerung des Schauspielhauses aus dem Stadtkern an den Park erklärt sich aus seiner historischen Entwicklung. Eine große Freilichtbühne befindet sich im städtischen Volks- und Kulturpark Küchwald. Die weiteren Spielstätten sind in der Stadt verteilt, sind mit Kapazitäten zwischen 40 bis 250 Plätzen deutlich kleiner und befinden sich in mischgenutzten Häusern und umgestalteten Räumen. Die Kontinuität von Spielstätten-Nutzungen aus der DDR-Zeit oder früher waren insbesondere bei den Städtischen Theatern mit dem Opernhaus und dem Schauspielhaus, der Stadthalle und dem Luxor-Kinogebäude gegeben, das 1988 bis 1992 als Interimsspielstätte der Oper diente und später mit einem Kinosaal zur Spielstätte des Figurentheaters wurde (1996–2011). Auch die Küchwaldbühne steht in dieser langjährigen Tradition; sie wurde 2010 von einem Verein instandgesetzt und seither wieder als Sommerspielstätte genutzt. Die Kulturpolitik hatte nach den Transformationsprozessen der 1990er-Jahre dazu beigetragen, dass mehrere Neugründungen von Theatern und Kulturzentren in privaten Trägerschaften erfolgten, insbesondere in den Bereichen des Kabaretts, des Kinder- und Jugendtheaters, der Soziokultur und der freien Szene. In der Sparte Kabarett entstanden das Kabarett Kiste (1996–2016) und das Chemnitzer Kabarett (seit 1994), in der Sparte Kinder- und Jugendtheater das Kulturhaus Arthur (seit 1994) und das Kraftwerk (seit 1993/2003). Weitere Neugründungen entwickelten sich mit dem TACH-Theater (Theater Arbeitsloser Chemnitz, 1997–2016), aus dem das FRESSTheater (seit 2003) hervorging, und mit dem Armen Theater, das später als VEB Chemnitz (1996/2012–2016) firmierte. Eine der jüngsten Theatergründungen erfolgte 2005 mit dem Fritz Theater in Rabenstein. Die Aneignung und Neuausrichtung der durch die DDR-Kulturpolitik besetzten Kulturorte wie der Freilichtbühne im Küchwald (1956), dem früheren Pionierhaus „Juri Gagarin“ (1957) durch das Kraftwerk und dem Fritz Theater im ehemaligen Kinosaal der Wismut AG erfolgte nicht unmittelbar nach der politischen Wende, sondern erst mit einer zeitlichen Distanz von 15 bis 20 Jahren. Bereits Anfang der 1990er-Jahre kam es zu Neugründungen von Spielstätten der freien Szene durch die Vereine Das Ufer e. V. und Oskar e. V., die zunächst das Kulturzentrum VOXXX (1992–2005) gründeten und seit 2007 das Weltecho betreiben. Mit der OFF-Bühne Komplex hat sich seit 2015 die jüngste Spielstätte der freien Szene auf dem Sonnenberg etabliert. Die größeren Spielstätten werden als eigenständige Tochtergesellschaften der Stadt Chemnitz geführt: Opernhaus und Schauspielhaus der Städtischen Theater Chemnitz gGmbH und Stadthalle der C3 Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH. Die anderen Spielstätten stehen unter privater Trägerschaft, wobei sie zum Teil vereinsgetragen und zum Teil privatwirtschaftlich organisiert sind. Inzwischen ist ein Rückgang von Aufführungsorten festzustellen, denn vier der in den 1990er-Jahren gegründeten Spielstätten haben in den 2010er-Jahren aus verschiedenen Gründen den Aufführungsbetrieb eingestellt (Kabarett Kiste, TACH-Theater, VEB Chemnitz, Luxor). Die Chemnitzer Spielstätten unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Publikumsadressierung, Sparten, Größen und Angebotsfrequenz. Grundsätzlich differiert die Adressierung von Spielstätten an ein regionales bis internationales Publikum in Abhängigkeit von der jeweiligen Größe einer Stadt. Chemnitz ist im Vergleich etwa halb so groß wie die anderen beiden sächsischen Großstädte Leipzig und Dresden.3 Während sich das Opernhaus, das Schauspielhaus und die Stadthalle als große Kultureinrichtungen mit ihrem Programm überwiegend städtisch bis national orientieren, adressieren die kleineren, dezentralen Häuser mit künstlerisch-kultureller Mischnutzung ihr Programm zumeist lokal bis regional.

Kulturstrategie, Festivals und Aufführungsreihen

Die Chemnitzer Kulturpolitik hatte seit den 1990er-Jahren insbesondere das Angebot und den Ausbau von Galerien und Museen als zentrale Kulturinstitutionen gefördert, vergleichbar den Tendenzen anderer Städte in Deutschland. Der kulturelle Schwerpunkt lag insbesondere auf den Ausstellungshäusern wie den Kunstsammlungen Chemnitz, denen das Museum Gunzenhauser und das Henry van de Velde Museum in der Villa Esche angeschlossen sind, dem Industriemuseum und dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Im früheren Kulturentwicklungsplan wird deutlich, dass sich das Marketing auf Leuchttürme der Kultur konzentrierte, die eine überregionale bis internationale Ausstrahlung haben.4 2018 hat das Kulturbüro, die kulturpolitische Verwaltung der Stadt, als Basis für die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 eine aktualisierte Kulturstrategie 2030 herausgegeben.5 Damit entstand eine Sondersituation, die eine Orientierung gleichermaßen an das lokale und das internationale Publikum forcierte. In diesem Zusammenhang ist zu beobachten, dass seit 2015 Festivals in Chemnitz neu entwickelt oder ausgebaut und stärker gefördert wurden. Auch die Städtischen Theater engagierten sich für die Neu- und Weiterentwicklung von Angeboten, denn der Titel „der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 hat neben der europäischen Wahrnehmung eine Stärkung der Breitenwirkung der Kultur und Ihrer motivierenden Kraft in der Stadt zum Inhalt.“6 Festivals der darstellenden und performativen Künste wurden initiiert oder weiterentwickelt und jährlich ausgetragen – wie das Theatertreffen Nonstop Europa! seit 2014, das Festival Tanz | Moderne | Tanz seit 2015, das Theatertreffen neue unentd_ckte narrative seit 2016 und das Hutfestival der Straßenkunst seit 2018. Projekte aus der freien Szene – wie das Kunst- und Kulturfestival Begehungen, das bereits seit 2003 veranstaltet wird, die Dialogfelder als ortsbezogene Kunstprojektreihe im öffentlichen Raum seit 2017 und die Pochen Biennale als Medienkunst-Festival seit 2018 – werden in der Stadt zunehmend wahrgenommen und durch Kulturförderung unterstützt. Die Festivals nutzen Spielstätten, Ausstellungsräume und andere öffentliche Orte in der Stadt: vom Stadtbad, ehemaligen Industriebau, Kulturpalast Rabenstein bis zu Orten in benachbarten Städten und in der Kulturregion. Der Kulturhauptstadt-Status geht einher mit der Verpflichtung für ein nachhaltiges Konzept, das die kultur- und stadtplanerischen Entwicklungsstrategien weiterverfolgt. Angesichts dessen stellt die jüngste Entwicklung mit dem Spinnbau als Interimsspielstätte für Schauspiel und Figurentheater in Altchemnitz auch eine Neuausrichtung der Stadtentwicklung dar, indem durch die Umnutzung des Industriebaus seit 2021 Impulse für die Brachenentwicklung außerhalb des Zentrums gegeben werden; diese Aspekte der Kultur- und Stadtentwicklung sowie dem Kulturhauptstadt-Status werden im Kapitel 8 näher betrachtet.


5.2 Städtische Theater Chemnitz

Die gegenwärtige Situation der Städtischen Theater Chemnitz wird in ihrer Selbstdarstellung mit der rund zwei Jahrhunderte langen Tradition beschrieben und mit der Absicht, den „Platz auf Augenhöhe in der sächsischen Trias mit den historisch bevorteilten Städten Dresden und Leipzig“ zu behaupten und in die Zukunft zu führen. Dabei soll das Theater „die Rolle eines Primus der Kultur einnehmen, dies aber für jeden erreichbar und ohne elitäre Abgrenzung.“7 Die Theater Chemnitz sind ein Fünfspartentheater mit Oper, Philharmonie, Ballett, Schauspiel und Figurentheater. Das Musiktheater versteht sich vor dem Hintergrund bedeutender Tradition und mit stadtbildprägendem Opernhaus als „einen Kern der Kunstwahrnehmung in Chemnitz“. Dem Haus zugehörig sind die Sparten Oper, einschließlich Operette und Musical, Ballett mit Produktionen im zeitgenössischen und klassischen Stil und die Philharmonie. Das Schauspiel wird, ungeachtet der langen Theatertradition in Chemnitz seit dem 19. Jahrhundert, in der Selbstdarstellung als „Träger der jüngeren künstlerischen Historie der Stadt“ angeführt.8 Dazu wird auf die erfolgreiche Theaterentwicklung in der DDR verwiesen, denn zu „Karl-Marx-Städter Zeiten gehörte das Schauspielhaus zu den profiliertesten und fortschrittlichsten Häusern der DDR“. Um dies zu stützen, werden renommierte Akteure benannt, deren Namen auch gegenwärtig noch in der Theaterwelt präsent sind: „Schauspieler wie Ulrich Mühe, Corinna Harfouch und Michael Gwisdek begannen hier ihre Laufbahn. Bedeutende zeitgenössische Regisseure wie Frank Castorf, Hasko Weber, Michael Thalheimer und Armin Petras arbeiteten in Chemnitz.“9 Das Schauspielhaus stellt das Literatur- und Schauspielertheater in den Vordergrund und präsentiert Stücke der Dramatik von der Antike bis zur klassischen Moderne. Neben den klassischen Stücken widmet sich das Schauspiel mit dem Spielort Ostflügel auch den zeitgenössischen Themen und Stücken. Auch die Produktionen des Schauspielstudios , das auf eine jahrzehntelange Tradition der Ausbildungspraxis für Schauspiel- Studierende am Theater zurück geht und somit den Austausch mit Theater-Hochschulen anderer Städte pflegt, werden dort gezeigt. Das Figurentheater wird als das älteste institutionelle Figurentheater Sachsens und Ostdeutschlands eingeführt. Es verfolgt traditionelle und moderne Ästhetiken im Ensemblespiel und nutzt für seine Inszenierungen alle Spieltechniken: von klassischen Formen bis zum Material- und Objekttheater.10 Auf dem Spielplan stehen überwiegend Angebote für Kinder und Jugendliche; in den letzten Jahren finden sich zunehmend auch Angebote für Erwachsene. Seine jüngsten Inszenierungen zeigen eine neue Profilierung und erhielten mehrfach Auszeichnungen.

Organisationsstruktur, Künstlerische und Technische Leitung des Theaters

Die Städtische Theater Chemnitz GmbH wurde 1998 (seit 2002 gGmbH) mit der Stadt Chemnitz als Gesellschafterin gegründet; zuvor wurden die Theater als Regiebetrieb der Stadt Chemnitz geführt. Die Leitung des Fünfspartentheaters übernimmt ein Generalintendant und Geschäftsführer – diese Position hat seit 2013 Christoph Dittrich inne, der sich seither für neue Konzeptionen der Theater und ihre Vernetzung mit der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 engagiert. Seine Vorgänger waren Bernhard Helmich (2007–2013), Rolf Stiska (1992–2007), der die Theater seit der frühen Nachwendezeit über 15 Jahre gestaltete, Jörg Liljeberg (1990–1992) und Gerhard Meyer (1966–1990), unter dessen langjähriger Intendanz sich die Theater Karl-Marx-Stadt zu einem der wichtigen Theater in der DDR entwickelt hatten.11 Zur künstlerischen Leitung der Theater Chemnitz gehören, neben den Leitungen für die Sparten Oper, Philharmonie und Ballett, seit 2013 der Schauspieldirektor Carsten Knödler und seit 2014 die Direktorin des Figurentheaters Gundula Hofmann. Die vorherigen Schauspieldirektor:innen wechselten etwa im Vierjahresrhythmus – mit Enrico Lübbe (2008–2013), Katja Paryla (2004–2008), Manuel Soubeyrand (2000–2004) und Herbert Olschok (1996–2000), nachdem der Schauspieldirektor Hartwig Albiro (1971–1996) die Sparte in der DDR- und Nachwende-Zeit über 25 Jahre kontinuierlich geleitet und profiliert hatte. Die früheren künstlerischen Leitungen der 1951 gegründeten Städtischen Puppenbühne (seit 2001 Figurentheater) waren Manfred Blank (1995–2014), Manfred Stopf (1989–1994), Hans Lange (1987–1989), Peter Pillep (1971–1987), Manfred Elle (1966–1970) und Gerhard Diezmann (1951–1966).12 Der Technische Direktor der Städtischen Theater ist seit 2012 Raj Ullrich, der bereits seit 1980 am Theater tätig ist; einer seiner Vorgänger war Gerhard Schettler, der den Bau des Schauspielhauses begleitete.

Häuser und Orte der Städtischen Theater im Zentrum und in Altchemnitz

Die Städtischen Theater Chemnitz verfügen über zwei Spielstätten: das Opernhaus am Theaterplatz und das Schauspielhaus am Park.13 Beide Häuser befinden sich im Stadtteil Zentrum, sind Eigentum der Stadt und werden von der Städtische Theater Chemnitz gGmbH betrieben. Probehäuser stehen den Theatern langfristig zur Verfügung. Die im Zentrum gelegene Probebühne Mühlenstraße 94 befindet sich im Hinterhof einer ehemaligen Schule, die inzwischen Ort für verschiedene Kulturinitiativen und -vereine ist; ihre frühere Turnhalle wird als Probebühne Brühl auch für die theaterpädagogischen Angebote wie den TheaterJugendClub und TheaterKinderClub genutzt. Für ein weiteres Probenhaus mit einem großen und kleineren Saal ist die ehemalige Ascota-Produktionsstätte im Stadtteil Altchemnitz, Wilhelm-Raabe-Straße 15, angemietet. Dem Theaterbetrieb dienen zwei weitere städtische Immobilien: das Verwaltungsgebäude nahe der Oper an der Käthe-Kollwitz-Straße 7 und die am Stadtrand in Harthau gelegenen Theaterwerkstätten an der Annaberger Straße 429/431. Für Kostümwerkstätten und -fundus, Malsaal und Lagerflächen dienen seit 2020 Flächen im Spinnbau in der Altchemnitzer Straße 27, so dass eine stadträumliche Nutzungskonzentration in Altchemnitz entstand.14 Im Spinnbau wurden 2021 auch Flächen für die Interimsspielstätten von Schauspiel und Figurentheater angemietet und eingerichtet, da das Schauspielhaus für erforderliche Baumaßnahmen vorbereitet werden sollte.

Temporäre, externe Spielorte

Aufführungen der Städtischen Theater finden in größeren Intervallen auch an anderen Spielorten in Chemnitz statt. Diese externen Spielorte werden vom Schauspiel und Figurentheater im Rahmen von Festivals und besonderen Programmen bespielt, was zugleich zu einer Vernetzung mit anderen Akteuren und Publika der Kunst- und Kulturszene Chemnitz führt.

In den 1990er-Jahren wurden vom Schauspiel für einzelne Aufführungen alternative Spielorte zur Hauptbühne oder zur gelegentlich bespielten Probebühne genutzt, nachdem der Spielort Elisenstraße der Dramatischen Brigade nicht mehr existierte. Das heutige Weltecho hat als Kunst- und Kulturzentrum der freien Szene in Chemnitz eine lange Tradition, die kurz nach der Wende mit dem VOXXX in der ehemaligen Societätsbrauerei (Horst-Menzel-Straße 24) begann. Dort hatte die Inszenierung Niemand von Ireneusz Iredyński in der Regie von Peter Kurth (1994) Premiere, ebenso wie Der Sandmann nach E.T.A. Hoffmann in der Regie von Carsten Knödler (2000):

In den neunziger Jahren gab es den VOXXX-Keller auf dem Kaßberg, dort haben wir gespielt, das war toll. Es war ein alternativer Ort, da gab es von Tango-Tanzen über Filmaufführung alles. Ich habe dort im Zuge der Chemnitzer Begegnungen auch eine Inszenierung gemacht, da haben wir den Sandmann von E.T.A. Hoffmann aufgeführt. Der Ort hat eine Lücke ausgefüllt, weil die kleine Form auf der Probebühne damals nicht so bespielt wurde. Es gab aus dem Ensemble das Bedürfnis, mit ein paar Leuten etwas zu probieren, und da hat das VOXXX eine gute Plattform geboten.15

Seit 2007 wird der Kunst- und Kulturort als Weltecho im ehemaligen Haus Kammer der Technik im Zentrum weitergeführt und im Erdgeschoss ein Café betrieben, in dem mit Konzerten, Theater, Performances, Lesungen und Gesprächen ein wechselndes Programm stattfindet. Auch einzelne Inszenierungen des Schauspielstudios wurden im Weltecho aufgeführt: „Mit dem Weltecho gab es mal Austausch: Unsere Studenten haben dort ihre Studio-Inszenierung gezeigt.“16

Mit der Eröffnung der Kleinen Bühne 2003 und insbesondere seit der Etablierung des Ostflügels 2011 ist im Haus eine Bühne für Experimentaltheater und die kleine Form entstanden, um kontinuierlich Angebote für verschiedene Publika im Haus entwickeln zu können. Somit werden externe Orte nur gelegentlich bespielt, allerdings nutzen die Theater in den Sommerwochen Freilicht-Spielstätten für Gastspiele: Auf der Küchwaldbühne zeigt das Schauspiel seit der ersten Spielzeit 2013/2014 des neuen Schauspieldirektors Carsten Knödler jährlich Stücke für Kinder und Jugendliche. Auf der Gartenbühne des Hauses Arthur führt das Figurentheater seit 2021 jährlich wechselnd Stücke für Kinder oder für Erwachsene auf.

Die Küchwaldbühne wurde 1956 von dem Architekten Roland Hühnerfürst geplant und durch Bürgerinnen und Bürger in Eigenleistung bis 1960 erbaut. Im Sommer 1963 wurde sie zu den Arbeiterfestspielen offiziell eröffnet und bot 4.500 Plätze für Kino, Konzert und Theateraufführungen. Allerdings musste sie 1991 aufgrund von Baumängeln gesperrt werden. 2009 bis 2010 wurde sie durch einen Verein instandgesetzt und anschließend wieder bespielt. Das Schauspiel ist dort seit 2014 im Sommer zu Gast und die Aufführungen sind stark nachgefragt:

Wir spielen dort drei Wochen und sonst macht der Verein Veranstaltungen und es gibt Gastspiele. Wir haben die letzten beiden Schulwochen und die erste Ferien woche Aufführungen. Sogar unter Corona-Bedingungen konnten wir die volle Zuschauerzahl reinlassen, das waren knapp 600. […] Wir haben z. B. Ronja Räubertochter inszeniert – vom Gastregisseur Stefan Wolfram, er ist Oberspielleiter in Bautzen und hat schon ein paar Mal hier bei uns gearbeitet. Sommertheater hat ganz eigene Gesetze. Seit 2014 sind wir jedes Jahr für drei Wochen Bespielung und drei Wochen Proben dort.17

Angesichts der Pandemie-Situation hatte auch das Figurentheater 2019 eine Aufführung auf die Küchwaldbühne gebracht. „Um sinnliche Räume herzustellen, brauchen wir allerdings eine Intimität, eine Nähe, es braucht eine Rahmung und die Küchwaldbühne ist einfach nicht für uns geschaffen.“18

Das Figurentheater nutzte 2021 erstmals die Gartenbühne des Kulturhauses Arthur als Sommer-Gastspielort, der mit rund 100 Plätzen eine intime Atmosphäre bietet. Das Kulturhaus Arthur ist ein soziokulturelles Zentrum für Familien, Kinder und Jugendliche, das der Arthur e.V. in einer Gründerzeitvilla auf dem Kaßberg betreibt. Abends öffnet in den Räumen des Erdgeschosses die Musikbar aaltra; in den Sommermonaten wird ein Biergarten betrieben und eine Open Air-Bühne bespielt. Die erste Aufführung des Figurentheaters war das Kinder- und Jugendstück Das doppelten Lottchen von Erich Kästner in der Regie von Christoph Werner (2021). „Es hat gut funktioniert und es kamen Leute, die noch nie zuvor hier [im Schauspielhaus] waren. Mir sind hier schon Leute begegnet, die zu uns ins Theater gekommen sind, weil sie zuvor unser Stück dort gesehen haben. Wir wollen das gern fortsetzen, allerdings werden wir dann ein Abendprogramm anbieten [...] Insofern war das Haus Arthur richtig für uns – klein, zentriert; es ist kein Hochglanzort, das passt zu uns“, beschreibt Gundula Hoffmann den Gastspielort.19 Im Sommer 2022 und 2024 wurde dort Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann, in der Bühnenfassung von Dirk Engler und in der Regie von Kathrin Brune aufgeführt.


5.3 Architektur und Raum des Schauspielhauses

Die Beobachtungen zum gegenwärtigen Zustand des Schauspielhauses stellen die Situation im Zeitraum zwischen 2020 und Frühjahr 2023, vor dem Beginn der Baumaßnahmen, dar. Es erfolgten gemeinsame Ortsbege- hungen und fotografische Erkundungen, deren Aufnahmen im Kapitel 4 als Serie zusammengestellt sind. Die Aufnahmen fanden in zwei Etappen statt: Erste Fotografien machte die Filmemacherin und Fotografin Juliane Henrich im Herbst 2020, die auch eine kleine Serie zur Stadthalle erstellte; eine ausführliche Serie nahm der Fotograf Louis Volkmann im Frühjahr 2023 auf.20 Die Rahmenbedingungen und Zeitfenster für die Aufnahmen prägen die Atmosphäre der Bilder, die außerhalb der Spielzeiten entstanden und damit das Haus ohne Publikum und Akteure, ohne Betrieb und Nutzung, zeigen. Diese Umstände ermöglichten zugleich den Blick hinter die Kulissen und in das gesamte Theaterhaus. Ende April 2023 herrschte zudem eine besondere Situation, da das Haus bereits freigezogen und die Räume leergeräumt waren oder sich ihre Ausstattung in Vorbereitung der geplanten Bauarbeiten unter Schutzabdeckungen befand. Die Bild-Serie thematisiert neben diesen Einblicken in das Haus ebenso Beobachtungen des Stadt- und Parkraums sowie seine Wirkung, Öffnung und Zugänglichkeit.

Stadträumlicher Kontext und Zugänge

Obgleich die Stadt und insbesondere das Stadtzentrum sich in den zurückliegenden Dekaden stark verändert haben, ist das unmittelbare Umfeld des Schauspielhauses baulich-räumlich weitgehend konstant geblieben. Der Nachbarbau des Theaters wird nach wie vor als Altenpflegeheim genutzt. Die angrenzende gründerzeitliche Wohnbebauung an der Zieschestraße wurde instandgesetzt.21 Der Park der Opfer des Faschismus ist in seiner Gestalt grundsätzlich erhalten. Lediglich an der Zschopauer Straße wurde seine Fläche für einen Neubau der Deutschen Bundesbank Filiale Chemnitz verkleinert. Am nördlichen Ende des Parks hat in jüngster Zeit ein Wandel stattgefunden, indem die Brachflächen der Johannisvorstadt bebaut und somit eine räumliche Verdichtung zur Innenstadt geschaffen wurden. Zur Wahrnehmung und Qualität des Theaterstandorts kommentiert Carsten Knödler, dass das Schauspielhaus zwar etwas am Rand der Innenstadt liege, die Lage allerdings eine besondere Qualität habe – einzigartig und schön sei. Die Lage gehöre zur Tradition des Ortes, denn hier stehe „ein eigenständiges Theater, was ein bisschen Abstand zu allem anderen“ habe – und somit die Chance, sich als Ort zu profilieren.22 Vom Park oder von der Zieschestraße kommend, lenkt das Theater mit seinem hohen Bühnenturm die Aufmerksamkeit auf sich. Hier sind einzelne Veränderungen in der Außengestaltung zu beobachten, die zugunsten einer anderen Sichtbarkeit des Theaters erfolgten. Um das Haus auch zu den abendlichen Spielzeiten zu akzentuieren, wurde ein Leuchtschriftzug an der Turmfassade über dem Haupteingang installiert. Zur Parkseite wurde der Schriftzug Schauspielhaus Chemnitz aufgemalt und eine Schienenhalterung verweist auf die frühere Installation von Ankündigungsbannern am Turm. Mitte 2000 hätte Manuel Soubeyrand, Schauspieldirektor 2000–2004, die dezente Farbigkeit des Hauses gern geändert, wenn er länger in Chemnitz geblieben wäre.23 Das von Rudolf Weißer entworfene Betonmaßwerk musste Mitte der 2010er-Jahre aufgrund schwer reparabler Schäden abgenommen werden, stattdessen wurden Gitterroste behelfsmäßig vor die Rauchabzugsöffnungen installiert.

Seit der Errichtung 1980 unverändert, empfängt der Theaterbau die Besucher:innen mit seiner einladend-raumbildenden Geste und mit der Skulptur Sinnende von Sabina Grzimek am Vorplatz. Während der Haupteingang in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten ist, veränderten sich die anderen Seiten des Gebäudes, als weitere Nutzungsangebote mit dem neuen Spielort Ostflügel und dem Theaterclub im Gartenhof entstanden. Für den 2011 neuge- schaffenen Spielort Ostflügel wurde der vorhandene Zugang zur Probebühne genutzt. Da dieser Gebäudeteil nun auch durch Publikum frequentiert wird, verweisen der Schriftzug Ostflügel aus Metalllettern und einzelne Programm-Schaukästen an der Fassade auf den Spielort. Diese Installationen wurden durch die Bühnentechniker:innen des Schauspielhauses umgesetzt. Als deutlicher Eingriff erweist sich der Theaterclub, der für die gastronomische Versorgung am Theater und im Quartier hofseitig an die Bestandsarchitektur angebaut wurde. Der Anbau entstand auf Wunsch von Manuel Soubeyrand, wurde von dem Chemnitzer Architekten Jochen Krüger geplant und im Dezember 2002 eröffnet.24 In Anlehnung an das Motiv des Haupteingangs wurde ein Flachbau mit geschwungener Kontur errichtet, der allerdings in seiner Materialität und Farbigkeit als türkiser Stahl-Glas-Anbau gestalterisch unharmonisch zum Bestand erscheint. Der Theaterclub konnte separat vom Schauspielhaus genutzt werden, allerdings erwiesen sich seine introvertierte Lage im Innenhof und am Altenpflegeheim sowie die Nutzungseinschränkungen durch Lärmschutzauflagen und Einhaltung der gesetzlichen Nachtruhe ab 22 Uhr als große Herausforderungen für den Betrieb.

Publikumsbereiche: Neue Foyerprogrammierungen und der Theaterclub

Das Hauptfoyer öffnet sich zum Außenraum lediglich über die gläsernen Eingangstüren und bietet sonst keine Ein- oder Ausblicke. Mit Betreten des Hauses fallen im Vergleich zur originären Situation verschiedene Umgestaltungen auf: Besonders markant ist der Einbau einer Kleinen Bühne, die etwa die Hälfte des früheren, weitläufigen Foyers einnimmt. Soubeyrand hatte für Veränderungen plädiert, denn das Haus empfand er als „eine Zeitreise in eine Vergangenheit, die aber deshalb nicht sofort gut war, nur weil sie vergangen ist.“25 Das Schauspielhaus sollte attraktiver werden, denn zwanzig Jahre nach Eröffnung des Hauses und zehn Jahre nach der politischen Wende empfand er die Atmosphäre nicht mehr angemessen: „[I]n dieses übergroße Foyer sollte noch eine kleine Spielstätte hineingebaut werden. 99 Plätze, nicht nur ein Ort für die ‚kleine Form‘, die wir bislang ja praktisch kaum aufführen konnten, […] aber auch ganz einfach eine Verschönerung des Foyers.“26 Im September 2003 wurde die Kleine Bühne fertiggestellt und in Ergänzung zur Probebühne, die in den 1990er-Jahren gelegentlich als Spielort genutzt wurde, eine geschlossene Studiosituation geschaffen. Mit dem Bühneneinbau wurde das ursprüngliche Fenster an der Querwand geschlossen, so dass hier kein Tageslicht mehr ins Foyer fällt. Weiterhin war eine Umgestaltung und neue Anordnung von Garderoben und Imbissverkauf erforderlich, da es im Hauptfoyer keinen Platz mehr dafür gab. Diese Funktionen wurden im früheren Ausstellungsfoyer angeordnet, so dass dort nur noch eingeschränkte Möglichkeiten für Ausstellungen bestehen. Anfang der 1990er-Jahre hatte sich der Verein Kunst für Chemnitz gegründet: „[D]a waren wir gleich Gründungsmitglieder und die Foyer-Ausstellungen wurden fortgeführt“, erinnert sich Hartwig Albiro.27 „Dann ist das Foyer 2003 umgebaut worden und heute ist diese Galerienutzung bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr vorhanden.“28

2013 hatte Carsten Knödler als neuberufener Schauspieldirektor mit seinem Team überlegt, wie das Hauptfoyer umzugestalten sei, denn es war „immer ein bisschen kühl, sodass man dort nicht unbedingt verweilen wollte.“29 Im vorderen Bereich wurde eine Foyerbühne eingerichtet, die sich mit einem flachen Podest vom übrigen Raum abhebt. Da das Foyer seinerzeit zu bunt, heterogen und überfordernd erschien, wurden weitere Gestaltungsmaßnahmen umgesetzt: „Wir wollten Ruhe hineinbringen und haben uns auf wenige Farben beschränkt: schwarz, grau und rot.“30 Eine dunkle Farbgestaltung dominiert inzwischen das Hauptfoyer mit einer schwarz gehaltenen Technikdecke, schwarzen Wänden und einem anthrazitfarbenen Steinboden. Die Doppelnutzung des Hauses durch Schauspiel und Figurentheater befürwortet Knödler und führt Synergien und stückbezogene Kooperationen an – dabei war die Foyersituation allerdings, so der Schauspieldirektor, zeitweise sehr beengt: „Im Dezember, dem klassischen Spielmonat, müssen wir schauen, wie wir die Zuschauerströme lenken – zu den 100 Plätzen hier und den 400 Plätzen dort. Es ist zu eng, eigentlich bräuchte das Figurentheater sein eigenes Foyer.“31 Das Foyer kommentiert Gundula Hoffmann, die 2014 als Direktorin des Figurentheaters berufen wurde, auch hinsichtlich seiner Ausstattung und Atmosphäre: „[…] ich würde für unser spezifisches Zielpublikum das Foyer anders gestalten, es ästhetisch visuell unserer Spielform und unseren größtenteils jungen Zuschauer:innen entsprechend anpassen und auch sinnliche Erlebnisse schon vor dem Betreten des Theaterraumes schaffen. [...] Hier darf man nicht rennen und auf diese Stühle mögen sich kleine Kinder auch nicht so gerne setzen.“32

Für den Pausenaufenthalt wird bei entsprechender Witterung zusätzlich zum Foyer auch der Innenhof genutzt. Hier wurde im Rahmen der Umgestaltung die Plastik Zwei Seiten des Menschen von Rüdiger Wilfroth aufgestellt, die ursprünglich im Foyer stand. Der neue Theaterclub ist vom Seitenfoyer zugänglich, und separat vom Innenhof. Hier konnte sich das Publikum auch nach den Aufführungen treffen, es fanden Premieren-Feiern statt, ebenso wie kleine Aufführungsformate – so beispielsweise ein Leonard-Cohen-Abend und Extra-Programme wie Nachtschicht. Der Theaterclub war konzeptionell eine wichtige Öffnung des Theaters auch außerhalb der Spielzeiten und damit eine Schnittstelle zwischen Schauspielhaus und Stadtgesellschaft – seine Lage im Innenhof erschwerte in der Praxis allerdings die Wahrnehmung und Nutzung. Der Bedarf an gastronomischem Angebot besteht seitdem das Schauspielhaus an diesem Ort ist und für die zukünftige Entwicklung wäre eine adäquate Lösung wichtig: „Es wäre das Ziel, eine Kulturinsel mit Schauspiel, Figurentheater und gastronomischer Anbindung zu entwickeln. Da könnte zum Beispiel im Park noch ein Caféhäuschen stehen, oder eine Art Theaterrestaurant wäre toll, und es würde den Stadtteil beleben.“33

Fünf Spielorte im Schauspielhaus

Für das Schauspielhaus werden inzwischen fünf Spielorte angeführt: Große Bühne, Kleine Bühne, Ostflügel, Hinterbühne, Foyerbühne – und gelegentlich wurde auch der Theaterclub als Spielort genutzt.34 Dabei unterscheiden sich die Bühnenkonzeptionen und -ausstattungen zwischen Vollbühne mit Bühnenturm und Unterbühne, kleinen Studiobühnen und einfacher Podestbühne erheblich.

Die Große Bühne ist räumlich im Wesentlichen erhalten – sie war 1980 im Rahmen von Wiederaufbau und Rekonstruktion für Schauspiel anspruchsvoll ausgestattet worden. Das asymmetrische Verhältnis von Bühnen- und Zuschauerraum wurde als Charakteristik des Raums akzeptiert und die Vorbühnen-Situation mit der Chemnitzer Ecke wurde regelmäßig in die Inszenierungen einbezogen. Auf den Bedarf anderer Möglichkeiten zur Anordnung von Darstellenden und Publikum konnte hier nicht durch einen Wandel des Raums reagiert werden, sondern durch Aneignung und Umnutzung anderer Räume im Theaterhaus: der Hinterbühne, der Kleinen Bühne, der Foyerbühne und der Probebühne, dem späteren Ostflügel. Zu Spielzeitbeginn 2002/2003 waren einzelne Instandsetzungsmaßnahmen im Zuschauerraum der Großen Bühne erfolgt, bei denen eine neue Bestuhlung installiert, neue Scheinwerfer anstelle der früheren Aufwandinstallationen eingesetzt und die Wände behandelt wurden.35 Es erfolgten Anpassungen der Bühnentechnikanlagen mit neuer Licht-, Ton- und Projektionstechnik und digitalisierter Steuerung. Auch der Übergang von Zuschauer- und Bühnenbereich wurde verändert, indem die erste Reihe der Parkettbestuhlung und die Vorbühne umgestaltet wurden. Da 1980 beim Ausbau eines steileren Parkettanstiegs die ersten drei Reihen flacher gehalten werden mussten, um am Saalende noch ausreichend Raumhöhe zu ermöglichen, waren letztlich von der ersten Reihe keine guten Sichtbedingungen gegeben.36 Daher wurde sie 2002 ausgebaut und die Vorbühne in diesen Zwischenraum erweitert, da sie als wichtiger Spielbereich regelmäßig genutzt wird und die Nähe von Spiel und Publikum beibehalten beziehungsweise gestärkt werden sollte. Die Parkettbestuhlung beginnt seither mit Reihe 2. In den Sitzplänen des Theaters findet sich nach wie vor die letzte Reihe 22 mit dem Platz 419, da aber die Plätze 1 bis 14 fehlen, hat der Saal inzwischen eine reduzierte Kapazität von 405 Plätzen. Die Große Bühne bewertet Carsten Knödler für das Schauspiel als gut geeignet, weil die Proportionen hinsichtlich Tiefe und Breite des Zuschauerraums ebenso angemessen sind wie die Dimensionen des Bühnenraums und seine Ausstattung mit Seitenbühnen: „Hier hat man eine sehr gute Lösung. Es ist möglich, sehr intim Zwei-Personen-Stücke aufzuführen, die sonst eigentlich auf eine kleine Studiobühne gehören. Sie sind hier machbar und es ist auch die große Shakespeare-Inszenierung möglich. Das hat man selten.“37

Die Kleine Bühne im Foyer wurde von dem Architekten Joachim Krüger im Bereich des früheren Imbissverkaufs geplant. Ihr trapezförmig zulaufender Raum bietet auf neun Reihen insgesamt 101 Plätze. Die Anordnung von Zuschauerplätzen und Bühne ist als Frontalanordnung determiniert. Der Bühnenbereich ist mit einem flachen Podest vom Zuschauerbereich abgesetzt. Der Raum ist mit schwarzer Putzwand, schwarzem Vorhang in einer Doppelglaswand und schwarzer Decke mit sichtbar belassener Technikinstallation als Black Box konzipiert. Seine äußere Gestaltung besteht aus einem Massivunterbau, hinter dem sich die ansteigenden Zuschauerreihen befinden, und einer Doppelglaswand: So wird eine optische Verbindung zum Foyer hergestellt oder bei geschlossenem Vorhang aufgehoben. „Das Ergebnis ist nicht optimal, das merkt man beim Bespielen: Die Bühne ist zu starr, zu schlauchig und ein bisschen zu klein. Bevor das Figurentheater einzog, spielten wir als Schauspiel auch dort. Man musste sich diesen Ort immer ein bisschen erobern. Eine kleine Guckkastenbühne ist etwas anachronistisch, man will variable Räume haben.“38 Die fehlende Variabilität ist die wesentliche Problematik für das Figurentheater, das seit 2011 im Schauspielhaus angesiedelt ist. Gundula Hoffmann bewertet die Kleine Bühne grundsätzlich positiv, auch wenn sie etwas größer sein könnte und Hinter- und Seitenbühnen fehlen. Allerdings ist die Grundkonzeption zu starr für die Bespielung:

Der Guckkasten ist nicht günstig, da er wenig flexibel ist. Ich würde sehr viel lieber mit einem freien Raum umgehen, in dem wir unterschiedliche Publikumssituationen schaffen können. Zum Beispiel haben wir manchmal die Situation, dass wir gerne die Kinder mit auf die Bühne um die Spielerinnen herum setzen würden. Das können wir hier schlecht machen, denn schon die Stufe ist gefährlich oder für Rollstühle nicht gut zu bewerkstelligen. […] Ich würde mir wünschen, dass der Raum höher ist. Wir brauchen keinen Bühnenturm, aber man könnte mit Magie etwas von oben reinschweben lassen.39

Der neue Spielort Ostflügel entstand zur Spielzeit 2011/ 2012 unter dem Schauspieldirektor Enrico Lübbe, da die Kleine Bühne zum Spielort für das Figurentheater wurde. Für die Umwidmung der Probebühne zum neuen Spielort erfolgten einzelne Maßnahmen von Raumgestaltung und -organisation, die durch die Bühnentechniker:innen des Theaters geplant und ausgeführt wurden.40 Als kleines Foyer wurde der Flurbereich mangentafarben plakativ gestaltet und mit Sitzgelegenheiten in Form von Straßenbahnbänken ausgestattet. Eine Bar mit Garderobe wurde in einem Raum eingerichtet, der früher den Darsteller: innen zugeordnet war. Die Gestaltung setzt sich in ihrem informellen Charakter gegenüber dem Hauptfoyer deutlich ab und reagiert damit auf andere Publikumserwartungen. Der Ostflügel wurde programmatisch für Aufführungen von Gegenwartsstücken und für Produktionen des Schauspielstudios konzipiert, die zuvor auf der Kleinen Bühne gezeigt worden waren. Er ist als Studiobühne eingerichtet, als Black Box mit sichtbar belassener Technikinstallation an Decke und Wänden. Eine variable Anordnung innerhalb des 10,70 mal 11,80 Meter großen Raums ermöglicht Aufführungen mit bis zu 60 Zuschauerplätzen. Carsten Knödler betont, dass im Ostflügel sehr gern gespielt werde, auch wenn der Raum klein sei:

[Es] ist ein super Raum für Schauspiel, weil man ihn frei bestuhlen kann. […] Es gibt den Faktor X, den kann man gar nicht an der Architektur festmachen. Es ist ein Theaterraum, der von der Höhe und von der Aura passt, da macht man gerne Theater. Es gibt viele Studiobühnen, die auch manchmal ein bisschen größer sind und Möglichkeiten bieten, aber nicht alle haben diese Aura, dass man da drin ist und das Theater bereits denkt und fühlt.41

Auch das Figurentheater bespielte den Ostflügel mit einzelnen Aufführungen für ein erwachsenes Publikum. Inzwischen wurden allerdings die Auflagen des Brandschutzes zu Fluchtwegen und der Versammlungsstättenverordnung zu Foyergröße und Toilettenanzahl erhöht, dass der Ostflügel in seiner jetzigen Form nicht wieder mit Publikum zu bespielen sein wird. Angesichts dieser Ausgangslage bekräftigt Knödler, dass ein Spielort dieser Art für zeitgenössisches Theater und für das Schauspielstudio von besonderer Bedeutung ist.

Die Hinterbühne ist gerade in Chemnitz ein wunderbarer Ort, denn ihre Dimensionen sind besonders und es gibt nur eine Seitenbühne, auch mit einem kleinen Eisernen Vorhang. Diese Hinterbühne hat etwas Magisches, weil die Zuschauer quasi mitten in Technik sitzen. Man sieht alle Scheinwerfer und die Züge. Man sitzt unter diesem Bühnenturm und das hat etwas Kathe dralen-artiges. Die Stücke, die man dort macht, sind eigentlich klein und vertragen das Guckkastenformat nicht oder die Studiobühne wäre zu eng.42

Die Hinterbühne wird gelegentlich zum Spielort, wobei hier 80 bis 100 Publikumsplätze angeordnet werden können. Hier kann die komplexe Bühnentechnik und die Beweglichkeit der Elemente unmittelbar erfahren werden – beispielsweise bei der Inszenierung Der Untergang des Hauses Usher in der Regie von Carsten Knödler (1998). Das Publikum saß auf der Bühne, die als Schräge einen Meter hochgefahren wurde. „Außerdem fuhr beim Untergang der große Eiserne Vorhang hoch und wieder runter, der kleine Eiserne Vorhang von der Seitenbühne fuhr ebenfalls und die gesamte Portalbrücke mit aller Technik und den Scheinwerfern bewegte sich bis fast auf den Bühnenboden nach unten.“43 Die Potenziale der Bühnentechnik wurden ausgereizt und dabei zu einem wichtigen Bestandteil der Insze nierung an diesem Spielort.

Die Foyerbühne – ein niedriges Podest, das sich als Bühnenbereich vom Hauptfoyer absetzt und durch die Lichtgestaltung akzentuiert wird – entstand zur Spielzeit 2013/14. Bis zu 60 Plätze können hier variabel in Reihen oder frei angeordnet werden. Vor dem Umbau des Foyers wurden „Konzerte mit der Schauspielhausband vor 500 Leuten veranstaltet! Inzwischen wurden die Anforderungen an Brandschutz und Fluchtwege so stark erhöht, dass eine Bespielung sehr schwierig ist.“44 Knödler bewertet die Nutzung des Foyers inzwischen kritisch: Es habe sich „als Spielort quasi erschöpft. Aufführungen und Proben sind nicht leicht zu organisieren, denn hier verlaufen die Transportwege. Außerdem kann man hier nicht spielen, wenn auf der Großen Bühne Vorstellungen sind und das ist oft der Fall.“45 Insofern sei das Foyer für Theaternutzung kaum mehr geeignet.

Produktionsbereiche: Künstler-, Techniker-, Verwaltungsräume, Magazine und Werkstätten, Probebühnen

Die Künstler- und Technikerräume befinden sich nach wie vor, mit den Garderoben im Erd- und Obergeschoß, in der nördlichen Hälfte des Querflügels. In den Räumen am Bühnenturm und um den Saal befinden sich die Büros der künstlerischen und technischen Leitung, der Dramaturgie und der Saaltechnik. Behelfsmäßig ist im Souterrain eine kleine Theaterkantine in einem tageslichtlosen Eckraum eingerichtet, die ihrerzeit eine Alternative zur entfernten Kantine am Theaterplatz bot. Diese Versorgung für die Schauspieler war im alten Haus schon problematisch, erinnert sich Hartwig Albiro: „Die Betriebskantine war natürlich in der Nähe Oper. […] Da haben wir versucht, mit Kantinen selbst zu kochen. Mein Bestreben war, dieses Schauspielhaus als selbständige Spielstätte mit dem Ensemble in der Stadt zu etablieren und nicht das Anhängsel vom Opernhaus zu sein.“46 Manuel Soubeyrand beschreibt seinen Eindruck von der unzulänglichen gastronomischen Versorgung im und um das Schauspielhaus Mitte der 1990er-Jahre: „[I]n die Kantine wollten wir nicht, die war ja so winzig, drei Tische sonst nichts“.47 In den letzten Jahren wurde sie nicht mehr betrieben, so dass die Versorgungsproblematik weiterhin besteht; auch der der Theaterclub wird nicht durchgängig betrieben. Waren die Räume für Künstler:innen und Techniker:innen bereits in der Errichtungszeit 1980 knapp bemessen, spitzte sich die Situation weiter zu, als mit dem Figurentheater eine weitere Sparte ins Schauspielhaus kam und sich in der äußerst beengten Situation Arbeitsräume einrichten musste.

Die südliche Hälfte des Querflügels und des Anbaus dienen als Magazin für Bühnenbild und Dekoration – auch diese Flächen wurden bereits im Planungsprozess als zu klein bewertet. Die Anlieferung von Bühnenbild und Dekoration erfolgte ursprünglich über eine lange Rampe an der Westseite ins Gebäude und über einen ebenen Weg bis zur Hauptbühne. Ende der 2010er-Jahre wurde die Lieferrampe durch eine Hebebühne ersetzt. Das Kostümmagazin kann lediglich einen Teilbedarf für eine Spielzeit aufnehmen. Der zentrale Kostümfundus für die verschiedenen Sparten der Städtischen Theater ist inzwischen, ebenso wie die zentralen Kostüm-Werkstätten, im Spinnbau angesiedelt. Im Schauspielhaus gibt es in Räumen des Souterrains und Erdgeschosses nur in sehr geringem Umfang kleine Reparaturwerkstätten für Requisite und Maske. Die zentralen Theaterwerkstätten für das Bühnenbild befinden sich am Stadtrand in Harthau.

Da die Probebühne aufgrund der Umwidmung zum Spielort Ostflügel nicht mehr zur Verfügung steht, muss der Bedarf durch die angemietete Probebühne Ascota in Altchemnitz und die Probebühne am Brühl im Stadtzentrum gedeckt werden. „Das Schauspiel besitzt zwei Probebühnen. Wir haben das Ascota-Gebäude angemietet – mit einem großen Saal, der hauptsächlich vom Musiktheater genutzt wird und von uns eher selten, und einem kleinen Saal mit niedriger Decke. Die andere Probebühne ist am Brühl in einer alten Turnhalle. Gute Probebühnen sind ein Manko für unsere Arbeit, das ist schon alles sehr improvisiert.“48

Zustand seit 2022: Wegen Umbau geschlossen.

Das Schauspielhaus wurde seit den 2000er-Jahren aufgrund der Anforderungen anderer Theaterproduktionsweisen und Publikumserwartungen durch Einzelmaßnahmen transformiert. Diese Veränderungen durch Einbauten, Anbauten und Umnutzungen des Bestands reichen von einfachen Installationen bis zu umfangreicheren Baumaßnahmen. Nach rund vierzigjähriger Nutzungszeit steht nun eine umfassendere Sanierung und Modernisierung bevor. Seit 2022 ist das Haus freigezogen, um die zunächst geplante technische Ertüchtigung innerhalb von zwei Jahren durchführen zu können.49 Im Planungsprozess hat sich der Maßnahmenumfang verändert, um das Schauspielhaus nicht nur technisch, sondern auch qualitativ zu modernisieren; genauere Ausführungen hierzu bietet das Kapitel 8.2. Wegen geplantem Umbau bleibt das Haus länger geschlossen. Mit seiner Wiedereröffnung ist offensichtlich auch bis 2026 nicht zu rechnen, so dass die Nutzung der Interimsspielstätte Spinnbau noch einige Jahre dauern wird.


1 Vgl. Menting, Annette: Urbane Topologie Chemnitz – Spielstätten im Stadtkontext, Arbeitsheft #3 Urbane Topologien und Orte für die Aufführungskünste, Reihe ARBEITSHEFTE Architektur und Raum für die Aufführungskünste, hg. von Barbara Büscher und Annette Menting, 2021, (https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-752231, Zugriff am 28.6.2021).

2 Sie berücksichtigt Theater mit den Sparten Sprech-, Musik-, Tanz-, Kinder- und Jugend- sowie Figurentheater, Performance, Kabarett und Varieté; Aufführungsgenres wie reine Musikveranstaltungen und Konzerte sind hier nicht einbezogen.

3
Leipzig ist mit rund 620.000 Einwohner:innen die größte Stadt in Sachsen, gefolgt von Dresden mit etwa 566.000 Einwohner:innen als zweitgrößte Stadt und von Chemnitz mit rund 251.000 Einwohner:innen (Stand 12/2023).

4 Vgl. Stadt Chemnitz, Kulturamt (Hg.): Kulturentwicklungsplan Chemnitz 2004–2012, Chemnitz 2004.

5 Vgl. Stadt Chemnitz (Hg.): Kulturstrategie der Stadt Chemnitz für die Jahre 2018–2030. Kultur Raum geben, Chemnitz 2019 (https://www.chemnitz.de/ chemnitz/media/kultur/kulturfoerderung/bericht_kulturstrategie_ansicht.pdf, Zugriff am 15.9.2019).

6 Städtische Theater Chemnitz (Hg.): Konzeption zur Entwicklung des Theaters von 2019 bis 2022, Anlage 3 vom 11.9.2018 zur Stadtratssitzung am 24.10.2018. Beschlussvorlage Nr. B-274/2018. Stadt Chemnitz Ratsinformationssystem, (https://sessionnet.krz.de/chemnitz/bi/info.asp, Zugriff am 29.8.2020).

7 Städtische Theater Chemnitz, Konzeption zur Entwicklung des Theaters von 2019 bis 2022, 11.9.2018.

8 Ebd.

9 Ebd.

10 Ebd.

11 Vgl. Ullrich, Renate: Nachgefragt. Gerhard Meyer, ein Leben im Theater, hg. vom Förderverein Theaterdokumentation e.V., Berlin 1997.

12 Vgl. Kölgen, Ulrike: Von der Puppenbühne zum Figurentheater. 50 Jahre Puppen- und Figurentheater in Chemnitz, Chemnitz 2001, S. 28.

13 Diese Häuser sind per Nutzungsverträgen zwischen der Eigentümerin Stadt Chemnitz und den Städtischen Theatern zeitlich unbefristet und unentgeltlich überlassen, zur Instandhaltung und -setzung sind allerdings die Theater verpflichtet. Vgl. Städtische Theater Chemnitz (Hg.): Konzeption zur Entwicklung der STC gGmbH ab dem Jahr 2019, Anlage 3 vom 22.9.2016 zur Stadtratssitzung am 9.11.2016, Beschlussvorlage Nr. B-263/2016. Stadt Chemnitz Ratsinformationssystem, (https://sessionnet.krz.de/chemnitz/bi/info.asp, Zugriff am 29.8.2020).

14 Vgl. Schreiter, Frank: „Vom Maschinenbau zur Kostümwelt“, in: Bühnentechnische Rundschau, Sonderband 2021, S. 60–63.

15 Carsten Knödler im Gespräch, Kapitel 7.3 dieser Publikation.

16 Ebd.

17 Ebd.

18 Gundula Hoffmann im Gespräch, Kapitel 7.4 dieser Publikation.

19 Ebd.

20 Erste gemeinsame Ortsbegehung zur Fotografie am 10.9.2020 mit Juliane Henrich und ausführliche Ortsbegehung am 27.4.2023 mit Louis Volkmann, die dank des Technischen Direktors Raj Ullrich noch kurz vor Schließung des Hauses und Übergabe an die Stadt zur Umsetzung der Baumaßnahmen stattfinden konnte.

21 Die frühere Adresse des Hauses lautete Park der Opfer des Faschismus, kurz OdF. Sie wurde auf Antrag von Manuel Soubeyrand um 2000 geändert in Zieschestraße 28. Vgl. Soubeyrand, Manuel: „Auferstanden aus Ruinen oder der Weg zu neuen Orten“, in: Möller, Karl-Hans/Müller Harald (Hg.): Theater für die Stadt Chemnitz. Die Intendanz Rolf Stiska 1992–2006, Berlin 2006, S. 227.

22 Carsten Knödler im Gespräch, Kapitel 7.3 dieser Publikation.

23 Soubeyrand hatte seinerzeit keine Affinität zur Architektur des Schauspielhauses und wünschte sich deutliche Veränderungen: „Wäre ich geblieben, so hätte ich mir von Rolf Stiska gewünscht, dass wir das Schauspielhaus weiß anstreichen. Damit es dann in trüben Novembertagen und feuchten Märzwochen schön hell leuchtet, durch die kahlen Bäume des Parks …“. Soubeyrand: „Auferstanden aus Ruinen“, 2006, S. 229.

24 Jochen Krüger war Architekt im VEB Komplexer Wohnungsbau und hatte im Architektenkollektiv mit Günter Hauptmann und Karl-Heinz Barth den Umbau der Oper Chemnitz bis 1992 fertiggestellt.

25 Soubeyrand, „Auferstanden aus Ruinen“, 2006, S. 228.

26 Ebd.

27 Hartwig Albiro im Gespräch, Kapitel 7.1 dieser Publikation. Vgl. Maske, Johanna/Ranft, Thomas/Richter, Tilo/Windesheim, Michael (Hg.): Zehn Jahre Kunst für Chemnitz 1994–2004, Chemnitz, 2004.

28 Hartwig Albiro im Gespräch, Kapitel 7.1 dieser Publikation.

29 Chlebusch, Michael: „‚Ich hoffe, dass man die Veränderung merkt‘, Interview mit Carsten Knödler“, in: 371 Stadtmagazin Chemnitz, 09/2013 (https://www.371stadtmagazin.de/magazin/magazin-alle-artikel/ich-hoffe-dass-man-die-veranderung-merkt/, Zugriff am 28.12.2021).

30 Carsten Knödler im Gespräch, Kapitel 7.3 dieser Publikation.

31 Ebd.

32 Gundula Hoffmann im Gespräch, Kapitel 7.4 dieser Publikation.

33 Carsten Knödler im Gespräch, Kapitel 7.3 dieser Publikation.

34 Vgl. Städtische Theater Chemnitz (Hg.): Spielzeitheft 2017/2018, Chemnitz 2017, S. 174.

35 Vgl. Soubeyrand, „Auferstanden aus Ruinen“, 2006, S. 227–229.

36 Vgl. Schettler: „Kulturelles Ereignis 1980 – Eröffnung des neuen Schauspielhauses, Wiederaufbau und Rekonstruktion des Schauspielhaueses Karl-Marx-Stadt“, 1981, S. 23–26.

37 Carsten Knödler im Gespräch, Kapitel 7.3 dieser Publikation.

38 Ebd.

39 Gundula Hoffmann im Gespräch, Kapitel 7.4 dieser Publikation.

40 Der Ostflügel liegt im westlichen Flügel des Theaterhauses; der Name Ostflügel wurde eingeführt in Abgrenzung zum Westflügel Leipzig, Produktionszentrum für Figurentheater; Information von Jörg Lenk, Technischer Leiter Schauspielhaus beim ersten Ortsrundgang am 21.11.2017.

41 Carsten Knödler im Gespräch, Kapitel 7.3 dieser Publikation.

42 Ebd.

43 Ebd.

44 Ebd.

45 Ebd.

46 Hartwig Albiro im Gespräch, Kapitel 7.1 dieser Publikation.

47 Soubeyrand: „Auferstanden aus Ruinen“, 2006, S. 227.

48 Carsten Knödler im Gespräch, Kapitel 7.3 dieser Publikation.

49 Vgl. Stadt Chemnitz (Hg.): Anmietung einer Interimsspielstätte für das Schauspielhaus, Informationsvorlage Nr. I-037/2021 für den Stadtrat am 21.7.2021. Stadt Chemnitz Ratsinformationssystem, (https://sessionnet.krz.de/chemnitz/bi/vo0050.asp?__kvonr=6975946, Zugriff am 1.8.2024).

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