Konklusion
Erschienen in: Digitale Reihe: Informierte Unbestimmtheit – Zur Robotik im Theater (06/2026)
Originaltitel in der Printausgabe: II.3 – Konklusion
Aus den vorherigen Relationsanalysen haben sich diverse Relationsmodi ergeben, die aufzeigen, wie japanische Künstler:innen in Relation mit Technik treten. Bei der Analyse von szenischen Konstellationen aus dem japanischen Kulturraum, in deren Zentrum Artefakte stehen, haben sich unter anderem offene, gleichwertige und multiple Relationen herauskristallisiert. Dennoch standen hauptsächlich vier Modi im Fokus: gefaltete, synchrone, dynamische und a:symmetrische Relationen. Zudem ergaben sich jeweils potenzielle Techniken, die Alternativen zur Anthropomorphisierung von Robotern darstellen und einen angemessenen Umgang mit informierter Unbestimmtheit ermöglichen.
Im Folgenden gehe ich auf weitere Erkenntnisse und Ko-/Operationsformen ein, die sich aus den vier analysierten Inszenierungsformen ergeben, um Bewegungen und Spielweisen aufzuzeigen, die ein post-anthropo-zentrisches Theater potenzieren. Außerdem schlage ich transkulturelle Praktiken vor, die in den vorherigen Kapiteln noch nicht zur Geltung gekommen sind: (i) Im ersten Abschnitt geht es um das Abspalten, das einer zunehmenden (physischen) Distanz gegenüber (inszenierten) Artefakten Ausdruck verleiht. (ii) Zudem beschreibe ich ausgehend von dynamischen Relationen im Dingtheater das Verhandeln als eine künstlerische Praxis. (iii) Im Anschluss daran geht es um ein Szenieren, das eine Regie unnötig macht, da die Dinge in diesem Fall nicht vorbestimmt werden, sondern Räume geschaffen werden, in denen sie sich szenisch entfalten können. Der interkulturelle Dialog...
















