Technik in Relation
Erschienen in: Digitale Reihe: Informierte Unbestimmtheit – Zur Robotik im Theater (06/2026)
Originaltitel in der Printausgabe: III. Technik in Relation

Während wir uns tagtäglich in technologischen Konstellationen bewegen und sie mitgestalten, bieten die Künste eine Möglichkeit, diese sinnlich zu erforschen und mehr‑als‑zwischenmenschliche Beziehungen zu erproben. Dieses Potenzial künstlerischen Schaffens machte ich mir zunutze, um praxeologisch zu befragen, wie sich Technik in Relation stellen und informierte Unbestimmtheit gestalten lässt.
Zu Beginn meiner Recherche zog ich verschiedene Technologien in Betracht, um dieser Forschungsfrage nachzugehen. Um jedoch konkret werden zu können, war eine Begrenzung des Forschungsfeldes unumgänglich. Anfangs interessierte ich mich sowohl für XR‑Technologien, die diese Studie wohl eher in Richtung Immersion geführt hätten, als auch für KI-Systeme. Schließlich entschied ich mich dazu, mit Robotern zu ko‑operieren, da sie auf der Bühne körperlich in Erscheinung treten. Es ging mir aber keinesfalls darum, Roboter lediglich als ein Symbol für digitale Technologien zu verstehen, sondern in einen direkten Kon‑Takt mit ihnen zu treten, um Potenziale und Probleme, die sich aus der szenischen Ko‑Operation ergeben, zu ergründen.
Aus dem künstlerischen Forschungsprozess resultierten zwei unterschiedliche Projekte mit einem Industrieroboter, die von mir in Kollaboration mit anderen Künstler:innen und Techniker:innen in Salzburg realisiert wurden. Im Barockmuseum, welches uns von der Universität Mozarteum zur Verfügung gestellt wurde, konnten die Projekte am Ende präsentiert und einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden....
















