Gespräch
TdZ+Was macht das Theater, Rebekah Rota?
von Michael Helbing und Rebekah Rota
Assoziationen: Thüringen Sachsen Dossier: Was macht das Theater...? Theater Erfurt Landesbühnen Sachsen
Erschienen am 25.10.2026

Im Nachhinein liest sich die Ausschreibung zur Erfurter Intendanz fast wie für Sie gemacht: Theatertransformation, Modernisierung der Strukturen, Öffnung zur Stadtgesellschaft, … Damit sind Sie schon in Karlsruhe und Wuppertal angetreten. Und im Vorstellungsgespräch sollen Sie gesagt haben: „Ich mag Change!“
Rebekah Rota: Ja, das sind Themen, die mich schon länger begleiten und mir am Herzen liegen. Als ich die Ausschreibung gelesen hatte, habe ich sofort meinen Mann angerufen und gesagt: „Schatz, ich glaube, das ist mein Haus!“ Denn es fühlte sich so an wie die Faust aufs Auge: ein Haus, an dem meine Interessen gut zu denen der Stadt, der Belegschaft und der Institution passen könnten.
Sie sind Theatermanagerin, waren bis vor zehn Jahren Opernsängerin und wurden dann auch Regisseurin. Kommen Sie als regieführende Intendantin nach Erfurt?
RR: Zu inszenieren ist nicht mein Fokus, aber eine wichtige Möglichkeit, kennenzulernen, wie ein Haus wirklich funktioniert. Wenn man im Büro sitzt, bleibt das alles etwas theoretisch. Schon in Wuppertal habe ich selbst Stücke auf die Bühne gebracht, die sich mit der Stadt befassen. Wir haben dort ein Operetten-Pasticcio geschrieben: „Von Thalia geküsst. Eine Wupperetten-Revue“ erzählte 2025 vom historischen Thalia-Theater der Stadt, das auf Augenhöhe mit New York stand. Das hatte...
Erschienen am 25.10.2026


















