Theater der Zeit

Das Wichtigste vom Tag

Freitag, 10. April 2026

Karin Bergmann wird Interimsintendantin der Salzburger Festspiele ++ Tiroler Schauspielerin Eleonore Bürcher gestorben ++ Schauspieler Mario Adorf mit 95 Jahren gestorben

Assoziationen: Hamburg Österreich Haiko Pfost Karin Bergmann Salzburger Landestheater Burgtheater Wien

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Diesen Freitag mit den wichtigsten Theaternachrichten der vergangenen Woche.

Salzburg: Karin Bergmann wird Interimsintendantin der Festspiele

Die Salzburger Festspiele bekommen erstmals eine Intendantin: Das Kuratorium hat die frühere Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann am Montag einstimmig zur interimistischen künstlerischen Leiterin berufen. Bergmann folgt auf Markus Hinterhäuser, von dem sich die Festspiele Ende März wegen unüberbrückbarer Differenzen getrennt hatten.

Bergmann übernimmt die Leitung mit sofortiger Wirkung und soll das Festival voraussichtlich bis Herbst 2027 führen, bis eine neue Intendanz bestellt ist. Sie verantwortet in dieser Zeit neben der künstlerischen Ausrichtung auch die Finanzen; Politik und Kuratorium würdigten sie als erfahrene Kulturmanagerin und kündigten an, die Ausschreibungen für eine dauerhafte Festivalleitung in den kommenden Wochen zu starten.

 

Innsbruck: Tiroler Schauspielerin Eleonore Bürcher gestorben

Die bekannte Tiroler Schauspielerin Eleonore Bürcher ist am Montag im Alter von 78 Jahren gestorben. Die gebürtige Schweizerin war jahrzehntelang Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater und prägte das kulturelle Leben des Landes maßgeblich.

Bürcher galt als „Grande Dame des Tiroler Theaters“ und spielte nahezu alle großen Frauenrollen des klassischen Repertoires, darunter Königin Elisabeth in „Maria Stuart“, Helene Alving in „Gespenster“ und Blanche in „Endstation Sehnsucht“. Kulturverantwortliche in Tirol würdigten sie als herausragende Künstlerin, deren Tod einen schmerzlichen Verlust für die Theatergemeinschaft bedeutet.

 

Paris: Schauspieler Mario Adorf mit 95 Jahren gestorben

Der deutsche Schauspieler Mario Adorf ist am Mittwoch im Alter von 95 Jahren gestorben. Er starb nach kurzer Krankheit friedlich in seiner Pariser Wohnung.

Adorf wurde 1930 in Zürich geboren und wuchs in Deutschland auf. Er zählte zu den prägenden Charakterdarstellern des deutschsprachigen Films und Fernsehens, wirkte in mehr als 200 Produktionen mit und war auch als Hörbuch- und Hörspielsprecher, Synchronsprecher und Autor tätig. Bekannt wurde er mit seiner Rolle im Kriminalfilm „Nachts, wenn der Teufel kam“, es folgten Auftritte in Klassikern wie „Die Blechtrommel“, „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, der Serie „Kir Royal“ sowie den Karl-May-Verfilmungen, in denen er unter anderem den Schurken Santer spielte.

 

Was sonst noch passiert ist: 

Die Staatsoper Hamburg verlegt im Zuge der Sanierung ihres Orchestergrabens im Sommer 2027 einen Teil ihres Spielbetriebs in ein Zirkuszelt an der Trabrennbahn in Altona.

Das Siegener Bruchwerk-Theater muss seine bisherigen Räume in der Siegbergstraße bis Ende 2026 wegen geplanter Bauvorhaben der Universität verlassen. 

Der Kurator und Dramaturg Haiko Pfost übernimmt die künstlerische Leitung des Supergau – Festivals für zeitgenössische Kunst, das vom Land Salzburg.

 

 

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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

Erschienen am 10.4.2026

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