Theater der Zeit

Karl Bühlers Organonmodell

von Viola Schmidt

Erschienen in: Mit den Ohren sehen – Die Methode des gestischen Sprechens an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin (04/2019)

Abb. 1 Organonmodell
Abb. 1 OrganonmodellFoto: Philipp Kronenberg

In dem von dem deutschen Sprachtheoretiker Karl Bühler 1934 erarbeiteten Kommunikationsmodell erkennen wir das Verhältnis von Sender, Empfänger und Gegenständen oder Sachverhalten, auf die sie sich gemeinsam beziehen (vgl. Abb.1). Der Kreis in der Mitte der Abbildung verweist auf das akustische Phänomen als sprachliches Zeichen. Das Schallereignis enthält objektive Informationen über die dargestellten Gegenstände und Sachverhalte. Dadurch symbolisiert es, worüber gesprochen wird. Gleichzeitig informiert es über den Ausdruck des Sprechers. Es gibt also Auskunft darüber, mit wem wir es zu tun haben. Alter, Geschlecht, soziale Zugehörigkeit und Stimmung lassen unter anderen Symptomen den subjektiven Aspekt des sprachlichen Zeichens erkennen. Nicht zuletzt appelliert es an den Hörer und erfüllt damit seine Signalfunktion und deren intersubjektiven Aspekt. Beim Kommunizieren repräsentiert das sprachliche Zeichen demnach mehr als nur mit Bedeutung aufgeladene, einzelne oder zusammengesetzte Sprachlaute, die einem System zuzuordnen sind, das wir Sprache nennen.

Der Ausdruckswille des Sprechers beeinflusst die Darstellung von Inhalten. Motive und Intentionen verändern sprachliche Inhalte. Sprache entsteht, indem wir sie benutzen. Die Sprechhandlung schließt Sprecher, Hörer, Gegenstände und Sachverhalte ein. Darstellung, Ausdruck und Appell sind in jedem Fall Teile einer Sprechhandlung, wenn auch in jeweils unterschiedlicher Ausprägung. Das erkennen wir, wenn wir eine Vorlesung mit einer Trauerrede oder einem...

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