Wohin er griff auf vielen Schaffensfeldern, mit Feder, Stift oder Pinsel: Stets ist ihm das Außerordentliche gelungen. Bei alledem hat er nichts von sich her gemacht; dieser Meister grafisch-malerischer Zuspitzung, dem Grotesken, Satirisch-Geschärften wie dem Alltäglich-Absurden zugetan, war als Person von einer in sich ruhenden Zugewandtheit, die etwas Weltweises an sich hatte. Der Drang zum Regieführen, dem andere bühnenbildnerische Hauptgestalten seiner Generation nachgaben, lag ihm fern, Volker Pfüller blieb, abgesehen von gelegentlichen Ausflügen in die Malerei, in den Grenzen dessen, was man mit einem Notwort angewandte Kunst nennt. Mit einer stupenden stilistischen Sicherheit bewegte er sich innerhalb ihrer mit einer Vielseitigkeit, die nicht leicht ihresgleichen hatte. Subjekt und Objekt, in unserer Zeit schwerer denn je zu vereinbaren, das Prägnant-Persönliche und die Wirkung nach außen, bildeten in seinem künstlerischen Tun eine Einheit von exemplarischer Eigenart.
Pfüller hielt, was die etablierte freie Kunst unter dem Druck von Film und Fotografie weithin verlernt hat, am Menschen fest als dem Gegenstand der Kunst, indem er dieses Menschenbild mit einer physiognomischen Prägnanz schärfte, die der Übermacht der technischen Medien auf ganz eigene Weise entgegnete. Was er farbensprühend und umrisssicher vom Menschen wusste und mitteilte, war das, was der Naturalismus der technischen Selbstabbildung zwangsläufig verbarg, es...