Theater der Zeit

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Das Wichtigste vom Tag

Dienstag, 17. Februar 2026

Matthias Brandt wird Alfred-Kerr-Darstellerpreis-Juror ++ Unbekanntes Notizbuch von Heiner Müller aufgetaucht ++ Entwarnung für Maxim Gorki Theater ++ Durchsuchungen im Umfeld von Frankreichs Ex-Kulturminister Jack Lang

Assoziationen: Berlin Heiner Müller Berliner Festspiele Maxim Gorki Theater

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Berlin: Matthias Brandt wird Juror des Alfred-Kerr-Darstellerpreises 2026

Der Schauspieler Matthias Brandt wird Juror des Alfred-Kerr-Darstellerpreises 2026, wie die Berliner Festspiele mitteilten. Der 1961 in Berlin geborene Brandt zählt zu den profiliertesten deutschen Schauspielern und ist derzeit nach langer Theaterpause Teil des Berliner Ensembles, wo er in „Mein Name sei Gantenbein“ und „Warten auf Godot“ auf der Bühne steht. Einem breiten Publikum wurde er als Kommissar Hanns von Meuffels im „Polizeiruf 110“ und als August Benda in „Babylon Berlin“ bekannt, zudem arbeitet er regelmäßig mit Regisseur Christian Petzold zusammen.​

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis der Alfred-Kerr-Stiftung wird am 17. Mai im Rahmen des Berliner Theatertreffens verliehen. Zu früheren Jurymitgliedern zählten unter anderem Edith Clever, Nina Hoss, Ulrich Matthes, Franz Rogowski und zuletzt 2025 Bettina Stucky, während zu den Preisträgern Fabian Hinrichs, August Diehl, Johanna Wokalek und im vergangenen Jahr Carmen Steinert gehörten.

 

Berlin: Unbekanntes Notizbuch des jungen Heiner Müller aufgetaucht

In Berlin ist ein bisher unbekanntes Notizbuch des Dramaturgen und Theatermachers Heiner Müller aufgetaucht, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Seine langjährige Mitarbeiterin übergab das Heft dem Archiv der Akademie der Künste.

Das 1945 begonnene Notizbuch enthält Gedanken des damals 15-jährigen Müller zu Kunst, Literatur und zur geistigen Lage Europas. Laut Akademie finden sich darin bereits charakteristische Redewendungen, die der Dramaturg später in seinen Werken verwendete. Müller zählte zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dramatikern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wurde in der DDR wegen seiner Stücke wiederholt kritisiert.

Bisher unbekannte biografische Zugänge zu Heiner Müller finden Sie auch in der Dezemberausgabe 2025 von Theater der Zeit. 

 

Berlin: Kultursenatorin gibt Entwarnung für Maxim Gorki Theater

Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson hat für das Maxim Gorki Theater „Entwarnung“ gegeben, wie sie in einer Sitzung des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus mitteilte, berichtet Deutschlandfunk Kultur.

Das Theater könne auf Rücklagen in Höhe von etwa zwei Millionen Euro zurückgreifen, um eine schwarze Null zu erreichen. Zuvor hatte es Berichte über finanzielle Probleme gegeben, nachdem dem Haus im vergangenen Jahr das Budget um eine Million Euro gekürzt worden war. Nach der Sommerpause übernimmt die neue Intendantin Çağla Ilk das Haus von Shermin Langhoff, die 13 Jahre lang Intendantin war.

 

Paris: Durchsuchungen im Umfeld von Ex-Kulturminister Jack Lang

Im Zuge von Ermittlungen gegen den zurückgetretenen französischen Kulturminister Jack Lang haben am Montag Durchsuchungen in Paris stattgefunden, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Hintergrund sind mögliche Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sowie der Verdacht auf Geldwäsche und schweren Steuerbetrug, den die Finanzstaatsanwaltschaft untersucht. Ziel der Durchsuchungen war unter anderem das Institut du Monde Arabe, dessen Präsident Lang bis vor Kurzem war. Der Sozialist, der in den 1980er und 1990er Jahren unter Präsident François Mitterrand amtierte, weist alle Vorwürfe zurück.

 

 

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Redaktionsschluss: 15:30 Uhr

Erschienen am 17.2.2026

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