Stück
Die schönste Version
Bühnenfassung von Sarah Kohm
von Sarah Kohm und Ruth-Maria Thomas
Erschienen in: Theater der Zeit: Humor auf der Bühne (01/2026)
Assoziationen: Stücke
Zum Stückgespräch mit der Autorin und der Regisseurin
PROLOG
Lies can buy Eternity
JELLA Es gibt Tage, an denen Yannick mir so sehr fehlt, dass es wehtut. Vieles, was wir hatten, war doch so gut. An den Tagen wünsche ich mir nichts weiter, als noch einmal neben ihm zu liegen, seinen Geruch einzuatmen, Terpentin und ein bisschen Schweiß und die Süße der Kirschpastillen, die er bei Erkältungen lutscht.
Immer, wenn wir durch die Stadt liefen, ließ Yannick mich nicht los, immer eine Hand an meinem Arm, meiner Hüfte, meiner Schulter, als würde er allen zeigen wollen: Wir gehören zusammen. Und er schien stolz, so furchtbar stolz auf uns zu sein. Und wenn er mich doch so offensichtlich so gut fand, dann musste da ja irgendwas dran sein. Durch ihn fand ich mich irgendwie selbst heiß, schlau, lustig: Das machte Dinge mit mir.
Ich kaufte mir zum Beispiel schöne Unterwäsche, um damit nur für mich in meinem Wohnzimmer herumzulaufen.
Dieses Buch hier ist eins meiner Lieblingsbücher, „Das kunstseidene Mädchen“. Ich hab es mal in der Stadtbibliothek gefunden. Da steht ein Satz drin, zu dem ich werden will. Gewissermaßen.
„Ich werde ein Glanz, und was ich dann mache, ist richtig – nie...

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