Früher fuhren hier Güterzüge ein, um Pakete für die Deutsche Post zu entladen, die anschließend über Förderbänder ins benachbarte Postgebäude transportiert wurden. Heute tragen die Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, direkt neben dem Düsseldorfer Hauptbahnhof, den Namen Central und sind als Spielstätte der Sparten Junges Schauspiel und Stadt:Kollektiv, sowie als Proben- und Produktionszentrum wichtiger Teil des Düsseldorfer Schauspielhauses. Was aus heutiger Perspektive selbstverständlich sinnvoll erscheint, musste erst entstehen und von engagierten Akteur*innen über Jahrzehnte vorangetrieben werden.
Die Geschichte beginnt während der aufwühlenden ١٩٦٠er Jahre, als nicht nur die Idee eines neuen Theaterbaus am Düsseldorfer Gustaf-Gründgens-Platz Gestalt annahm, sondern auch für das junge Publikum ein breiteres Angebot geschaffen werden sollte als nur Wilhelm Tell für Gymnasiast*innen. Anfang der 1970er folgten im Kleinen Haus erste Ansätze eines modernen Kindertheaters, initiiert vom Intendanten Karl-Heinz Stroux, seinen Dramaturgen Günther Beelitz und Dieter Forte sowie der Schulrätin Ruth Fendel, die den Kindern schrieb: „Das Theater […] ist Euer Theater, mit Stücken für Euch und mit Schauspielern, die nicht nur für Euch spielen, sondern sich auch mit Euch unterhalten möchten.“
Der neue Intendant Ulrich Brecht erweiterte dieses Angebot in den Folgejahren um Kinderstücke zur Weihnachtszeit auf der großen Bühne, und als 1976 Günther Beelitz die Leitung...