Einfach gesagt:
Für viele Menschen ist das Theater ein Ort, zu dem Menschen gehen, weil sie eine Aufführung live sehen wollen. »Live« bedeutet: Die Schauspieler*innen spielen direkt vor dem Publikum, zur gleichen Zeit und am gleichen Ort. Alle sind gemeinsam da.
Corona und neue Techniken haben Theater verändert. Theater findet heute oft auch digital statt, also über das Internet. Man kann Aufführungen am Computer oder am Handy sehen. Und es gibt auch hybride Formen, bei denen ein Teil live und ein Teil online stattfindet.
Für viele Menschen mit Behinderung ist das eine wichtige Entwicklung. Denn sie können oft nicht reisen und nicht auf einer Bühne stehen. Schon vor der Pandemie haben Menschen mit Behinderung neue Wege gefunden, mit denen sie ihre Kunst zeigen: zum Beispiel durch Videos, im Internet oder mit der Post.
Hier sind zwei Beispiele, wie Theater anders geht:
Ein Beispiel ist das Projekt Samara Editions. Hier bekommen Zuschauer*innen ein Paket mit Kunst nach Hause. Sie machen damit ihre eigene Aufführung. Das Projekt zeigt: Theater kann auch zu Hause stattfinden.
Ein anderes Beispiel ist das Festival Implantieren in Frankfurt am Main. Es dauert sechs Monate. Behinderte Künstler*innen zeigen ihre Kunst, wie sie das möchten. Die Künstler*innen entscheiden...