Das Wichtigste vom Tag
Mittwoch, 13. Mai 2026
Stephanie Gräve erhält Sonderpreis des Vorarlberger Kunst- und Kulturpreises ++ Podium zur Zukunft des Chemnitzer Schauspielhauses angekündigt ++ Duo „Artisanen“ erhält INTHEGA-Preis 2026 ++ Preise beim Theatertext-Festival „PLAY“ vergeben
Assoziationen: Sachsen Österreich Schweiz Dossier: Neue Dramatik Sarah Calörtscher Vorarlberger Landestheater Theater Chemnitz Theater Neumarkt

Bregenz: Stephanie Gräve erhält Sonderpreis des Vorarlberger Kunst- und Kulturpreises
Die Vorarlberger Nachrichten verleihen gemeinsam mit der Wiener Städtischen Versicherung Vorarlberg den Sonderpreis des vierten Kunst- und Kulturpreises an die Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, wie das Theater mitteilte.
In der Jurybegründung wird Gräves teamorientierte Theaterleitung hervorgehoben, die regionale Geschichte mit aktuellen Themen verbinde und partizipative Ansätze sowie Kooperationen mit hochkarätigen Musikerinnen und Musikern einbeziehe. Gräve, seit 2018 Intendantin in Bregenz, war zuvor unter anderem am Theater Bonn, Theater Basel und in Bern tätig; ihre bis 2028 laufende Amtszeit stand zuletzt im Fokus von Protesten gegen eine geplante Nichtverlängerung.
Chemnitz: Podium zur Zukunft des Schauspielhauses angekündigt
Die Stadt Chemnitz treibt Pläne voran, Schauspiel und Oper im Opernhaus am Theaterplatz zu bündeln und auf einen Neubau oder eine Sanierung des geschlossenen Schauspielhauses an der Zieschestraße zu verzichten, wie aus einer von Initiativen zitierten Vorhabenliste der Stadtverwaltung hervorgeht. Dagegen richten sich mehrere Petitionen, darunter die Online-Petition „Das Chemnitzer Schauspielhaus soll erhalten werden“ auf openPetition mit aktuell 2.324 Unterzeichnungen sowie eine weitere Petition des Vereins Chemnitzer Volksbühne e.V. auf dem Beteiligungsportal des Freistaats Sachsen mit derzeit 4.011 Mitzeichnungen.
Am 21. Mai 2026 ist in Chemnitz eine Podiumsveranstaltung zur Zukunft des Schauspielhauses geplant. Auf dem Podium diskutieren die Architekturwissenschaftlerin Prof. Annette Menting (HTWK Leipzig), Baubürgermeister Thomas Kütter und Dr.-Ing. Johannes Rödel vom Verein Viadukt e.V. Chemnitz, moderiert wird die Runde von dem Autor Stefan Tschök. Die Veranstaltung soll die aktuellen Planungen der Stadt, mögliche Sanierungs- und Neubauvarianten sowie die Forderungen der zivilgesellschaftlichen Initiativen nach dem Erhalt eines eigenständigen Schauspielhauses gegenüberstellen.
Berlin: Duo „Artisanen“ erhält INTHEGA-Preis 2026
Das freie Berliner Duo „Artisanen“ wird mit dem Kinder- und Jugendtheaterpreis des INTHEGA-Vorstands 2026 ausgezeichnet, wie die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (INTHEGA) mitteilte.
Die von Inga Schmidt und Stefan Spitzer gegründeten „Artisanen“ entwickeln mobile Produktionen ohne feste Spielstätte und verbinden klassisches Puppenspiel mit Elementen des Objekt- und Materialtheaters sowie Performance-Kunst. In der Begründung hebt die INTHEGA ihren „frischen Blick auf die Welt“ und die Fähigkeit hervor, auch komplexe Themen für ein junges Publikum zugänglich zu machen. Die Preisverleihung findet am 29. Juni 2026 im Rahmen des INTHEGA-Kongresses in der Stadthalle Bielefeld statt.
Zürich: Preise beim Theatertext-Festival „PLAY“ vergeben
Bei der ersten Ausgabe des Festivals „PLAY“ für neue Theatertexte aus der Schweiz sind der Jurypreis „Prix PLAY“ an „Une Vénus de 5743 Ans“ von Olivia Csiky Trnka und der Publikumspreis „PRIX du Public“ an „Drill Baby Drill“ von Sarah Calörtscher gegangen, wie die Veranstalter mitteilten.
Der mit 10.000 Schweizer Franken dotierte „Prix PLAY“ wurde von einer Jury unter anderem mit Andreas Klaeui, Camille Luscher und Christopher Rüping aus 128 eingereichten Texten ausgewählt; der Publikumspreis ist mit 5.000 Franken dotiert. Die acht Stücke der Shortlist wurden am Theater Neumarkt Zürich in szenischen Lesungen präsentiert, das Festival entsteht in Kooperation mehrerer Schweizer Theaterhäuser.
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Redaktionsschluss: 16:00 Uhr
Erschienen am 13.5.2026
























