Das Wichtigste vom Tag
Montag, 16. März 2026
HELLERAU erhält Theaterpreis des Bundes ++ Tabori Preis 2026 an raumlaborberlin ++ Wechsel im Vorstand des Netzwerk Regie ++ Präsidentenwechsel an der Spitze des Kennedy Center ++ Philosoph Jürgen Habermas gestorben
Assoziationen: Hessen Berlin Sachsen Dossier: USA raumlabor berlin Claudia Bauer Pınar Karabulut Marie Bues Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste

Dresden: HELLERAU erhält Theaterpreis des Bundes
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste wird mit dem Theaterpreis des Bundes 2026 ausgezeichnet, wie die Bundesregierung mitteilte. Das Haus überzeugte die Jury durch ein Programm, das künstlerische Qualität und gesellschaftliche Verantwortung verbinde, und setze als international vernetztes Produktionshaus starke Impulse.
Der mit 200.000 € dotierte Preis wird am 17. April 2026 von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im Haus der Berliner Festspiele verliehen. Damit würdigt die Bundesregierung HELLERAU als bedeutenden Ort für Tanz, Performance und interdisziplinäre Kunst in Dresden.
Berlin: Fonds Darstellende Künste vergibt Tabori Preis 2026 an raumlaborberlin
Der Fonds Darstellende Künste verleiht den Tabori-Preis 2026 an das Kollektiv raumlaborberlin, wie die Organisation mitteilte. Mit dem mit 100 000 € dotierten Preis würdigt die Jury die langjährige, international wirkende Arbeit der Gruppe, die durch innovative künstlerische Ansätze und gesellschaftliche Relevanz überzeugt.
Die Preisverleihung findet am 17. April 2026 im Haus der Berliner Festspiele im Rahmen der Verleihung des Theaterpreises des Bundes statt. Raumlaborberlin steht laut Jury „exemplarisch für eine künstlerische Haltung, die Räume öffnet, Strukturen schafft und neue Formate für die Freien Darstellenden Künste entwickelt“.
Berlin: Wechsel im Vorstand des Netzwerk Regie
Im Vorstand des Berliner Vereins Netzwerk Regie kommt es zu Veränderungen, wie das Netzwerk mitteilt. Die Gründungsmitglieder Antje Thoms, Steffen Klewar und Jakob Arnold scheiden aus dem Vorstand aus.
Neu in den Vorstand gewählt wurden die Regisseurinnen und Regisseure Claudia Bauer, Marie Bues und Pınar Karabulut, die die Arbeit des Netzwerks künftig gemeinsam mit den verbleibenden Vorstandsmitgliedern fortführen sollen. Das Netzwerk Regie vertritt seit 2022 die Interessen von Theaterregisseurinnen und -regisseuren in Deutschland und versteht sich als Forum für Vernetzung, Austausch und kulturpolitische Interessenvertretung.
Washington: Präsidentenwechsel an der Spitze des Kennedy Center
Richard Grenell, ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, gibt nach einem turbulenten Jahr seinen Posten als Leiter des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington ab, wie die „New York Times“ berichtet. Trump kündigte Grenells Abschied am Freitag in einem Beitrag in sozialen Medien an und dankte ihm für dessen Arbeit an der Spitze des renommierten Kulturhauses.
Das Kennedy Center hat sich unter Trumps zweiter Amtszeit stark verändert: Der Präsident ließ sich selbst zum Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums einsetzen, besetzte den Vorstand mit Vertrauten und koppelte seinen Namen eng an das 1971 zu Ehren John F. Kennedys gegründete Haus. Grenells Amtszeit war von Künstlerprotesten, Programmabsagen, politischer Kritik und einem deutlichen Publikumsschwund geprägt, bevor nun im Zuge geplanter umfangreicher Renovierungsarbeiten ein personeller Neuanfang an der Spitze des Hauses erfolgt.
Frankfurt am Main: Philosoph Jürgen Habermas im Alter von 96 Jahren gestorben
Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren in Starnberg gestorben, wie unter anderem der Suhrkamp Verlag gegenüber mehreren Medien bestätigte. Habermas galt als einer der wichtigsten deutschen Denker der Gegenwart, dessen Arbeiten zu Öffentlichkeit, Demokratie und kommunikativer Vernunft die politische Kultur der Bundesrepublik über Jahrzehnte prägten.
Bekannt wurde Habermas seit den 1960er-Jahren mit Schriften wie „Strukturwandel der Öffentlichkeit“, die die Entwicklung der bürgerlichen Öffentlichkeit und die Rolle der Medien in modernen Demokratien analysieren. Internationales Ansehen erwarb er sich als Vertreter einer Diskursethik, die auf argumentativer Auseinandersetzung und herrschaftsarmem Dialog basiert und ihn zugleich zu einer gefragten Stimme in Debatten über Europa, Zeitgeschichte und aktuelle Politik machte.
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 16.3.2026




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