Im GRA-Festival in Kyjiw, einer Art ukrainischem Theatertreffen, war Ende November Ihre Produktion von „GAIA-24. Opera del Mondo“ zu sehen, ein genreübergreifendes Werk aus Musik, Film, Tanz und spektakulärer Performance von nackt auf dem Boden spielenden Musiker:innen. Können Sie mir erzählen, wie sich dieses komplexe Werk entwickelt hat?
Illia Razumeiko: In Kyjiw haben wir ein Opernlabor namens Opera Aperta, das von mir und meinem Co-Komponisten Roman Grygoriv geleitet wird. Es ist wichtig, ihn gleich als Erstes zu erwähnen, denn normalerweise machen wir auch die Interviews zusammen.
Roman und ich arbeiten seit zehn Jahren in diesem Studio an Musiktheaterstücken in intensiver Zusammenarbeit
mit verschiedenen Künstlern, Regisseuren, Musikern und Choreografen, und so entwickelten wir allmählich unsere Musiktheatersprache, die wir jetzt haben. Also, sie basiert vor allem auf der Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern.
Wie viele Leute machen da mit?
IR: Wir haben ein kleines Ensemble von acht bis zwölf Personen, mit denen wir arbeiten. Letztes Jahr war es eine sehr gemischte Gruppe. Es sind keine typischen Opernsänger und auch keine Musiker aus einer bestimmten Richtung, sondern eine sehr, sehr gemischte Gruppe, bestehend aus Tänzern, Sängern, Volkssängern, Kabarettsängern und Instrumentalisten, die wir zu einem Ensemble, zu einem Organismus zusammenfügen, und das ist wichtig für...