Theater der Zeit

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Das Wichtigste vom Tag

Dienstag, 3. Februar 2026

Milo Rau fordert EU-Gesetz zur künstlerischen Freiheit ++ Erstes inklusives Tanz- und Schauspielensemble Sachsens ++ Oscar-nominierter Drehbuchautor Mehdi Mahmoudian festgenommen

Assoziationen: Sachsen Milo Rau Wiener Festwochen Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste

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Brüssel: Milo Rau fordert EU-Gesetz zur künstlerischen Freiheit

Beim Round Table der European Festivals Association (EFA) mit EU-Kommissar Glenn Micallef in Brüssel hat Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen und Vertreter des Netzwerks RESISTANCE NOW TOGETHER, die Europäische Kommission zur Einführung eines Europäischen Gesetzes zur künstlerischen Freiheit (European Artistic Freedom Act, EAFA) aufgerufen, wie die Wiener Festwochen mitteilten.

Das geplante Gesetz soll künstlerische Freiheit und institutionelle Autonomie im Kulturbereich rechtlich absichern. RESISTANCE NOW TOGETHER arbeitet derzeit an einem konkreten Entwurf, der im Frühjahr 2026 vorgestellt werden soll. Ziel des EAFA ist es, Kunstschaffenden und Institutionen die freie Arbeit ohne politische Einflussnahme zu garantieren und den Zugang der Bürger:innen zu unabhängigen kulturellen Inhalten in Europa zu sichern.

 

Dresden: Farbwerk gründet inklusives Tanz- und Schauspielensemble

Der Dresdner Verein Farbwerk e.V. baut das erste professionelle inklusive Tanz- und Schauspielensemble Sachsens auf, in dem Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam auf der Bühne stehen, wie der MDR berichtet. Damit werden feste Kulturarbeitsplätze für Menschen mit Lernschwierigkeiten geschaffen – ein Modell, das es in dieser Form im Freistaat bislang nicht gibt.

​Das Ensemble umfasst derzeit sechs bis sieben Darstellerinnen und Darsteller und soll bis Herbst auf rund zwölf Personen anwachsen. Trotz wachsender Nachfrage und Kooperationen mit Häusern wie dem Societaetstheater und dem Festspielhaus Hellerau ist die Finanzierung noch unsicher, da der Verein auf befristete Förderungen und Spenden angewiesen ist.

 

Teheran: Oscar-nominierter Drehbuchautor Mehdi Mahmoudian festgenommen

Die iranischen Behörden haben den Menschenrechtsaktivisten und oscarnominierten Drehbuchautor Mehdi Mahmoudian, Co-Autor von „It Was Just An Accident“, in Teheran nach der Unterzeichnung eines regierungskritischen offenen Briefes festgenommen, meldet Euronews. Der Brief wirft Revolutionsführer Ali Khamenei die Verantwortung für die „massenhafte und systematische Tötung“ von Demonstrierenden vor. Die frühere Kulturstaatsministerin Claudia Roth verurteilte die Festnahme als Angriff auf die künstlerische Freiheit.

Das Theater der Zeit Spezial zum Theater im Iran finden Sie hier

 

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Redaktionsschluss: 15:15 Uhr

Erschienen am 3.2.2026

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