Stück
TdZ+Wunde Stadt
Fassung vom 4.5.2026
von Kevin Rittberger
Assoziationen: Stücke
Erschienen am 17.5.2026
Zum Stück-Gespräch mit dem Autor
„When the wound forms a cicatrix, the scar can become a bridge linking people split apart“ (Gloria Anzaldúa)
Es gilt herauszufinden, wie sich der Kreis derjenigen, die betroffen sind und im Prozess der Verarbeitung des Traumas auch Phasen der Wut, Verbitterung und Verzweiflung durchmachen, nach und nach ausdünnt, indem der Schmerz da sein darf, indem Raum gehalten werden kann füreinander; wie auch unterschiedliche Formen von Betroffenheit bezeugt werden können – sodass das Trauma, so verschieden es sich auch äußert, auf eine Art integriert werden kann, dass eine Gesellschaft mehrheitlich zurück in die Verbundenheit findet. Es gilt somit herauszufinden, wie manche Aussagen, die nicht tolerabel sind – etwa „Der Täter gehört erschossen!“ – zu Beginn bei vielen, am Ende nunmehr bei wenigen resonieren. Auf der Bühne, einem Raum der Repräsentation, Sichtbarkeit und Leiblichkeit, einem ständig werdenden Beziehungsgeflecht, wird die Regeneration einer Gruppe schon dadurch deutlich, dass diejenigen, die nach und nach einen Weg zurück in die Verbundenheit finden, am Ende in der Mehrzahl sind, gegenüber denjenigen, die das nicht schaffen, dissoziiert bleiben, sich als Opfer identifizieren, in die Täterrolle wechseln würden und/oder am Ressentiment festhalten.
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PROLOG
Guten Morgen, Tilia! Hat man dich...
Erschienen am 17.5.2026
















