Theater der Zeit

Thema

Das Post-Pocci-Theater

Über die Notwendigkeit eines dramatischen Texts im Puppentheater

Die Konvention, dass das Theater meist an einen dramatischen Text gebunden ist, wird im Puppentheater viel weniger als selbstverständlich erachtet. Was passiert in Bezug auf den Text, wenn an Schauspielhäusern mit hohen Produktionsbudgets mit Puppen inszeniert wird? Große Bühne, große Puppen, großer Text, große Kunst. Mittels einer Auswahl von Inszenierung rund um das Künstlerkollektiv peaches&rooster versucht Florian Rzepkowski dem Phänomen auf den Grund zu gehen, warum der Text in Bezug auf zeitgenössische Puppentheaterszenen oder -inszenierungen oft irrelevant wirkt. Liegt es daran, dass es keinen Text braucht oder, weil es keinen guten zeitgenössischen Text für die Puppe gibt? Und was könnte mit dem Genre noch passieren, wenn es einen Text für die Puppe gäbe?

von Florian Rzepkowski

Erschienen in: double 51: Worte formen – Zum Verhältnis von Puppe und Text (04/2025)

Anika Baumann, Die Ratten
Anika Baumann, Die RattenFoto: Bettina Müller

Bei der ersten Oscarverleihung im Jahre 1928 gab es die Kategorie „Bester Zwischentitel“. Der erste und einzige Gewinner, der den Academy Award in dieser Kategorie erhielt, war der amerikanische Drehbuchautor Joseph Farnham.

Er schrieb Zwischentitel wie: „This ain’t no collage you’re going to, lady … It’s a goof garage!“. Das ist alles auch im Bild zu sehen. Die Studios aber vertrauten nicht allein auf die Kraft der Bilder und montierten Texttafeln in ihre Filme, um Verständnisproblemen vorzubeugen. Künstlerisch wertvoll waren diese Titel selten. (Ausnahmen bestätigen die Regel!) Der Text war da. Vielen war der Text wichtig. Gebraucht haben ihn die Wenigsten.

Die Puppe will gar keinen Text

In „Oh Schreck!“ an den Münchner Kammerspielen sprechen die Puppen nicht. Obgleich sie Text haben. In stummfilmartigen Zwischentiteln wird ihnen die Sprache hinterhergeschoben. Das passt ästhetisch, ganz im Geiste des Stummfilms des frühen 20. Jahrhunderts. Aber was damals schon nicht gewinnbringend war, wird es hundert Jahre später ebenfalls nicht.

Das ist aber auch gar nicht intendiert. Die Puppen funktionieren ganz ohne Text. Die tranceartige Atmosphäre, die die Puppen (vor allem durch ihre Stummheit) auf der Bühne entfalten, genügt zum Verständnis. In „Oh Schreck!“ erahne ich: Am Anfang der Proben stand auf der Bühne...

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