Theater der Zeit

Gespräch

The Outcast

von Hans-Dieter Schütt und B. K. Tragelehn

Erschienen in: Recherchen 179: Roter Stern in den Wolken 3 – Aufsätze, Reden, Gespräche, Gedichte. Ein Lesebuch. Herausgegeben von Gerhard Ahrens und Erik Zielke (04/2026)

Assoziationen: Bertolt Brecht Christoph Marthaler

Winfried Glatzeder als Probstein in „Wie es euch gefällt“ von William Shakespeare  in der Übersetzung von Heiner Müller, Inszenierung B. K. Tragelehn 1969 an der Deutschen Hochschule für Filmkunst, Potsdam-Babelsberg. Akademie der Künste,  Berlin, B. K.-Tragelehn-Archiv, Archivnummer 230_017_08
Winfried Glatzeder als Probstein in „Wie es euch gefällt“ von William Shakespeare in der Übersetzung von Heiner Müller, Inszenierung B. K. Tragelehn 1969 an der Deutschen Hochschule für Filmkunst, Potsdam-Babelsberg. Akademie der Künste, Berlin, B. K.-Tragelehn-Archiv, Archivnummer 230_017_08Foto: Hochschule für Filmkunst

Das Gespräch von Hans-Dieter Schütt ist am 12. April 1996 zum 60. Geburtstag von T. in der Tageszeitung Neues Deutschland erschienen.


»Guck in den Spiegel fetter Klohn / Viel-zerteilter Nie-geheilter / Gespeilter Geseilter Gelangweilter / Unterm Speck sieht man deine Knochen schon / Rückgrat krumm Schädelbein dumm / Hinter den Rippen gehen Gespenster um / Abgewetzter Verletzter Zersetzter / Von niemand Geschätzter / Ich schätze du bist bald stumm.« Das schreibt B. K. Tragelehn sich selber zum 35. Geburtstag, 1971, und es klingt nicht, als ob Sie den 60. erreichen wollten, zum Zeitpunkt unsres Gesprächs.

Ich hatte gerade Shakespeares Wie es Euch gefällt inszeniert, mit Studenten in Babelsberg. Danach war die Rede von Hippieunwesen und Pornographie. Die Filmhochschule war in der Umstellung, die Fernsehausbildung wurde erweitert, und hat gemeint, eine Klassiker-Diskussion kann sie sich nicht leisten, die Kampagne gegen Dresens Faust am Deutschen Theater hing noch in der Luft. Also spielten wir dreimal, beim dritten Mal waren nur noch geladene Gäste zugelassen. Ich war wieder mal in ein Loch gefallen und dichtete vor mich hin.

Sie sind in der DDR kaum gedruckt worden. Als im Verlag Neues Leben ein Poesiealbum an Ihrer Unwilligkeit zur Selbstzensur scheiterte, stand im Börsenblatt...

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