Theater der Zeit

Vorwort

Erschienen in: das tanzhaus nrw – Von der Utopie zum Modell für die Zukunft (12/2013)

Fast immer, wenn ich mir den lebendigen, tanzenden Alltag im tanzhaus nrw anschaue, erlebe ich schlichtweg Freude. Wenn ich jetzt im Nachhinein unsere 35-jährige Geschichte nachlese, empfinde ich Stolz und Dankbarkeit, an der Entwicklung dieser pulsierenden Institution besonderen Anteil gehabt zu haben.

Das tanzhaus nrw ist in der heutigen Form das Werk vieler, einer großen Handlungs- und Ideengemeinschaft, die auf ganz unterschiedliche Weise ihre Beiträge zur erfolgreichen Entwicklung und zur inhaltlichen Profilierung geleistet haben. Meinen Dank möchte ich wenigstens durch die Erwähnung einiger Namen ausdrücken.

Unser allererster Dank geht an unser Publikum und die uns seit vielen Jahren treuen Kurs- und Workshop- Teilnehmer. Ihre Neugier war für mich ein wichtiges Leitmotiv und hat mich und uns alle vor allem gelehrt, wie ästhetisch und menschlich vielfältig eine kulturell offene Programmatik heute sein muss. Ich danke allen Dozenten wie auch Künstlern und im Folgenden stellvertretend einigen namentlich Genannten, deren Können und Kunst der wesentliche Inhalt und Motor unserer 35-jährigen erfolgreichen Geschichte waren und sind.

Das tanzhaus nrw und sein Vorläufer Die Werkstatt e. V. sind seit der Vereinsgründung vor 35 Jahren, am 14. Dezember 1977, besonders von der Kulturbehörde der Stadt Düsseldorf, insbesondere von Willi Wassmann, Heike Albrecht und Marianne Schirge sowie den Kulturdezernenten der Stadt Düsseldorf Bernd Dieckmann, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (später auch als Staatssekretär) und Hans-Georg Lohe im Rahmen des politisch Möglichen unterstützt worden. Mit der zunehmenden Profilierung der Werkstatt in der Börnestraße als überregional wirkendes Tanztheater unterstützte uns das Land NRW, besonders Wolfgang Hoffmann, Bettina Milz, Astrid Kafka, Barbara Seppi und die für Kultur verantwortlichen Ministerinnen Ilse Brusis und Ute Schäfer. Und ich danke Hortensia Völckers (Kulturstiftung des Bundes) und Madeline Ritter (Tanzplan Deutschland/Tanzfonds) besonders dafür, dass wir in den letzten Jahren uns besonders wichtige Anliegen weiter voranbringen konnten: die Förderung des jungen Publikums mit Take-off: Junger Tanz, die Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Regionen Afrikas (Dance Dialogues Africa) und die Diskussion über die Zukunft der Tanzkunst durch die Vergabe des dritten Tanzkongresses an uns beziehungsweise die Stadt Düsseldorf.

Sie alle waren unbeirrbare und für das tanzhaus nrw wichtige Vermittler an der konfliktreichen Grenze zwischen freier Kulturinitiative und öffentlicher Hand.

Die künstlerischen Highlights des tanzhaus nrw, vor allem aber die mit der Veröffentlichung des Buches in Zusammenhang stehende Serie Back to the future – 35 Jahre tanzhaus nrw, wären ohne das Engagement der Kunststiftung NRW, insbesondere von Fritz Behrens, Ursula Sinnreich und Hans-Joachim Wagner nicht möglich gewesen. Ihrer engagierten und unbürokratischen Art und Weise der Förderung eng mit uns zusammenarbeitender Künstler wie auch der Förderung von Take-off: Junger Tanz und des Festivals tanz nrw aktuell gilt unser ganz besonderer Dank.

Ich möchte diese erste Veröffentlichung des tanzhaus nrw auch zum Anlass nehmen, ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des tanzhaus nrw zu danken, stellvertretend für die Akademie Dorothee Schackow, für die Bühne Stefan Schwarz und für die Dramaturgie Henrike Kollmar, für Take-Off: Junger Tanz Martina Kessel, für die Verwaltung Simone John, für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Angela Vucko, für die Technik Ansgar Kluge und den Mitarbeiterinnen der Intendanz Isabell Büchler und Claudia Herms. Was für ein tolles Team. Danke! Und ich möchte dem über Jahre engagierten ehrenamtlichen Vorstand herzlichst danken: Peter Knobloch, Bruno Assenmacher, Peter Schmehl, Amelie Jalowy sowie, für mich persönlich am wichtigsten, meiner Frau Johanna Müller-Ebert, die mich von den Uranfängen seit Gründung der Werkstatt bis zum heutigen Tag im Ausleben meiner Visionen und der Verarbeitung der damit verbundenen Konflikte und Zweifel verständnisvoll unterstützt hat.

Dass ein Buch über die Entwicklung des tanzhaus nrw nach 35 Jahren erstmals und anlässlich meines Ausscheidens aus der verantwortlichen Leitung möglich wurde, ist vor allem der Initiative von Johannes Odenthal zu verdanken, der unsere Arbeit seit vielen Jahren fachlich reflektierend begleitet hat. Ich danke den Autoren und außerdem Heike Lehmke für die umsichtige Redaktionsarbeit, Isabelle Wapnitz für die Recherchen, Jana Fröbel für das Lektorat, Lynnette Polcyn für die Übersetzung, Gudrun Peschel für die Gestaltung des Buches und natürlich dem Verlag Theater der Zeit, Paul Tischler und Harald Müller, die die Herausgabe des Buches sehr engagiert betrieben haben.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieses Buches, welches ein offenes Buch sein soll, denn wir bitten Sie unter der E-Mail-Adresse beitragzumbuch@tanzhaus-nrw.de um Ihre ganz persönliche Erinnerung und Meinung.

 

Herzlichst,

Ihr Bertram Müller

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