Das Theater der Jungen Welt wird achtzig! Kaum zu fassen. Denn einen einfachen Start hatte das älteste Kinder- und Jugendtheater Deutschlands sicher nicht. Nur ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges öffnen bereits die Pforten im Weißen Saal der Kongreßhalle in Leipzig. Die allererste Premiere am Haus ist Emil und die Detektive, auch heute noch Teil des Repertoires. Den Gründungsgedanken des Theaters kann man in einem Artikel der Leipziger Zeitung vom 21. August 1946 nachlesen. Es gehe darum, neue Wege zu erschließen und jedes Mittel zu ergreifen, von dem man sich erhofft, „die Jugend aus der geistigen Öde herauszureißen, in die sie die hinter uns liegende Episode geführt hat.“
Seitdem hat das Haus eine bewegte Geschichte hinter sich: Der Aufbau eines Spielplans, der Kampf um die gleichwertige Anerkennung eines Kinder- und Jugendtheaters im Leipziger Theaterverbund, der Brand (1989) und der damit einhergehende Verlust der Spielstätte, die Entwicklung eines Programms ohne festen Aufführungsort sowie die Gründung der ‚Theater-WG‘ am Lindenauer Markt mit dem Lofft Leipzig. Im Detail aufgeschlüsselt ist diese Geschichte im Jubiläumsband der Theaterzeitschrift Theater heute anlässlich des siebzigsten Geburtstages des Hauses: Theater der Jungen Welt – 70 Jahre Zukunft. Zehn Jahre sind seitdem vergangen, in denen das Theater der...