... zu erneutem Leben. Rostock: »Kalevala«
Aus TdZ 11/1987
Erschienen in: Die andere Seite – Tanz in der DDR von 1975 bis 1997 (04/2026)
Meyers Neues Lexikon (1973) erklärt »Kalevala« als »von E. Lönnrot gesammelte finnisch-karelische Volkslieder, Sagen und Zaubersprüche, die er zu 50 künstlerisch geformten Runen (runo: Gedicht, Gesang) mit 22795 Verszeilen zusammengefügt hat (1849). Die zentralen Gestalten des K. sind im Unterschied zu anderen Heldenepen der Weltliteratur nicht im Milieu von Königen, Fürsten und Rittern angesiedelt, sondern begegnen uns als Fischer, Jäger und Bauern. Hauptheld ist der alte Sänger und weise Zauberer Väinämöinen. Im Zentrum der Handlung steht u.a. der Kampf um den Besitz der Leben und Fruchtbarkeit spendenden Mühle Sampo«.
In Manfred Schnelles zweiteiligem Ballett entwickelt sich der Handlungskonflikt aus dem Widerstreit der Antipoden Wassermutter (Symbol der Naturharmonie) und Louhi (Symbol der Naturkatastrophen). Die Wassermutter baut auf die Kraft ihres Sohnes Väinämöinen, den sie als greisen Sänger gebiert, während Louhi die drei Plagen (Krankheit, Krieg, Tod), einen jungen Lappländer und andere Kräfte einsetzt. Sie läßt, um ihre Kraft zu verstärken, den Sampo bauen und benutzt dafür Gefolgsleute der Wassermutter. Es kommt zum Kampf um den goldenen Sampo (hier: eine gesichtslose Gestalt, zunächst ein Paket, dann ein unheimliches Lebewesen mit krakenähnlichen Bewegungen), den Louhi verliert. Im Licht werden beide Naturkräfte eins, die »Natur lebt wieder auf«.
Die Geschichte wird in kurzen...
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