Szenografie
Erschienen in: Hell ist die Nacht – Eine Dokumentation (12/2025)
Assoziationen: Freie Szene Musiktheater

Das Spannende bei der Arbeit an »Hell ist die Nacht« war für mich, dass die Herangehensweise ganz anders war als sonst. Normalerweise hat man einen Stoff und dann entwickelt man dazu ein Konzept und Bilder. Hier hatten wir als Grundlage hingegen nur ein Thema und eben den historischen Ort. Regie und Dramaturgie entwickelten aus ganz vielen gesammelten Materialien ein Stück, und ich als Bühnen- und Kostümbildner trug dann meine Assoziationen dazu bei. Es entstanden viele Bilder und Symbole in unserer gemeinsamen Arbeit, und daraus kristallisierte sich erst Stück für Stück ein konkretes szenografisches Konzept heraus – ein Konzept, das nicht auf einer klassischen Bühne realisiert wurde, sondern das sich als musiktheatrale Installation durch verschiedene Räume und Gänge der Klosteranlage erstreckte, durch die das Publikum im Laufe der Aufführung durch die Darstellerinnen und Darsteller geführt wurde.
Wir beginnen im Honorine-Saal, dem ehemaligen Speisesaal, und befinden uns in einer Nachkriegs-Trümmerlandschaft. Da die Spurensuche und Erinnerungsreise einer Frau, die ihren Geliebten sucht, erzählt wird, haben wir die Möglichkeit, in ganz unterschiedliche Settings und in verschiedene Atmosphären einzutauchen.
Im zweiten Raum des Abends, der historischen Küche, finden sich die Figuren beispielsweise in einem Naturidyll wieder, das das glückliche Leben eines jungen Paares zeigt, das...















