Theater der Zeit

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Dem Gedächtnis eines Großen

Max Reinhardt

Ein Brief von Ashley Dukes, vorgelesen von Mayor G. E. Bell

MI'. Ashley Dukes, der an meiner Stelle zu Ihnen hätte sprechen sollen, hat mich gebeten, Ihnen zu sagen, wie aufrichtig er bedauert, dieser Feier fernbleiben zu müssen. Ich weiß, wie sehr ihm daran gelegen war, selbst hier zu sein. Leider ist er im Augenblick dienstlich in England festgehalten. Dr. Fritz Wendhausen hatte sich bereit erklärt, an seiner Stelle zu sprechen und einen Gruß von Ashleyh Dukes zu verlesen. Dr. Wendhausen hat viele Freunde in diesem Hause. Sie alle werden es mit mit bedauern, daß er zu krank ist, um hier zu erscheinen. Wir wünschen ihm eine rasche und völlige Genesung. So wird mir, durch eine Verknüpfung von Umständen, die große Ehre zuteil, an dieser Feier teilzunehmen und von der Bühne herab zu sprechen, auf der Max Reinhardt einige der berühmtesten seiner theatralischen Wunder vollbrachte. Darf ich Ihnen jetzt den Brief vorlesen, den MI'. Ashley Dukes für die heutige Feier geschrieben hat?

von G. E. Bell und Ashley Dukes

Erschienen in: Theater der Zeit: Zeittheater oder Theater der Zeit? (07/1946)

Assoziationen: Berlin Akteure

In diesen fünfunddreißig Jahren habe ich drei Max Reinhardts gekannt. Nicht drei verschiedener, sondern drei Bilder eines Mannes, Spiegelbilder unserer Zeit.

Erstens, den jungen Mann, der schon 1911 „Sumurun“ nach London brachte. Ein Mimenspiel aus „Tausend und einer Nacht“, monatelang im Londoner Coliseum wiederholt. Ein bedeutsames Werk, vielleicht die Spitze der neuen schöpferischen Leistung, die in diesem jugendlichen Regisseur auftauchte. Die Spitze, auch weil bisher kein Film dieselbe Leistung zeigen konnte. 1911 war ein Wunderjahr unseres englischen Theaters, in dem das russische Ballett in Covent Garden und das Rohmann Repertory Theater zur Uraufführung kamen. Durch Sumurun zeigte uns der junge Reinhardt den neuen Weg; und nicht nur dem Regisseur, auch dem Dramatiker und dem Schauspieler.

Zweitens, den erfolgreichen und nicht ganz zufriedenen Reinhardt von 1923 bis 1932, in Salzburg oder Berlin oder Wien. Den Herrn Professor von der Josefstadt, vom Großen Schauspielhaus, vom Schloß Leopoldskron. Diese Sommerwohnung wurde von einem Theaterfeind erbaut, einem Erzbischof, der Theatermänner und -frauen aus seinem Land verbannte. Sie wurde von Reinhardt aus Theatergeld erworben, eine sonderbare Rache der Geschichte. Auf der Treppe, die Gäste empfangend, stand Helene Thimig. Vor dem Kamin des großen Salons spielte Pallenberg Molière.

Die Welt hatte aber schon angefangen, Film zu...

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