Theater der Zeit

Akteure

„Klingt so wenig nach Stadttheater, dass es mich interessiert“

Thomas Thieme über „Jedermann“ 2000 in Salzburg und 2024 in Weimar im Gespräch mit Michael Helbing

Seit Luk Percevals Sechs-Stunden-Abend „Molière. Eine Passion“ an der Schaubühne Berlin, der 2007 bei den Salzburger Festspielen herauskam, spielt Thomas Thieme nur noch fürs Fernsehen und Kino. Mehr oder weniger inszenierte Lesungen kommen hinzu. Mit 75 kehrt er im Juli ins Theater zurück: als Tod im „Jedermann“ von Regisseur und Produzent Nicolai Tegeler, unterm freien Himmel seiner Heimatstadt Weimar und in illustrer Besetzung. Das kam 2022 in Beelitz heraus und reist, zum 150. Geburtstag von Hugo von Hofmannsthal, im Herbst ohne Thieme auch nach Bayreuth und Berlin.

von Thomas Thieme und Michael Helbing

Erschienen in: Theater der Zeit: Puppen- und Figurentheater (06/2024)

Assoziationen: Österreich Thüringen Salzburger Festspiele

Thomas Thieme bei den Proben zu „Jedermann“ in Weimar 2024. Foto Ilikesstories Nicolai Tegeler
Thomas Thieme bei den Proben zu „Jedermann“ in Weimar 2024Foto: I like Stories Nicolai Tegeler

Herr Thieme, wie haben Sie auf diese Theateranfrage reagiert?

Thomas Thieme: Naja, ich habe Herrn Tegeler zuerst gesagt, dass ich seit langem gar nicht mehr Theater spiele. Dann hat er mir bei Kaffee und Kuchen im Bäckerladen in Berlin mal alles geschildert und ich habe Blut geleckt. Das hat einen Charme, der mich überwältigt hat – und übrigens nicht die Kohle.

Was genau macht diesen Charme für Sie aus?

TT: Diese in Teilen krude Besetzung, die Tegeler da zusammenstellt und der Spielort: Das klingt alles so wenig nach Stadttheater, dass es mich interessiert. Es klingt auch ein bisschen unbedacht, aber lebendig! Und wenn einem Theaterstück Lebendigkeit nicht schadet, dann ist es der „Jedermann“.

Julian Weigend spielt die Titelrolle, Marie Zielcke den Guten Gesellen. Neben solchen gestandenen Schauspielern tritt Seifenoper-Darstellerin Olivia Marei als Buhlschaft auf, auch TV-Moderatoren wie Tine Wittler und Ralph Morgenstern. Michaela Schaffrath sitzt zwischen solchen Stühlen. Und für die Tischgesellschaft wurden Bürger der Stadt gecastet. Sowas gefällt Ihnen bestimmt.

TT: Julian Weigend ist ein Vollprofi. Aber ich will niemandem zu nahetreten, wenn ich das insgesamt den Charme des Unzulänglichen nenne. Ich nehme mich da gar nicht aus. Das ist ein Gegenentwurf zu Salzburg, wohin Koryphäen eingeladen werden. Wenn...

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