Theater der Zeit

Meldung (Das Wichtigste vom Tag)

Donnerstag, 12. März 2026

Stefan Brandt wird neuer Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin ++ Neue Schauspielleitung am Landestheater Eisenach ++ Shortlist für Schweizer Theatertreffen 2026 steht fest ++ Münchner Kammerspiele und Stadt einigen sich auf Konsolidierungskonzept

Assoziationen: Thüringen Berlin Musiktheater Schweiz Anna Magdalena Fitzi Julie Paucker Komische Oper Berlin Staatsoper Berlin Deutsche Oper Berlin Staatsballett Berlin Landestheater Eisenach Münchner Kammerspiele

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12.3.2026

Berlin: Stefan Brandt wird neuer Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin

Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin hat Dr. Stefan Brandt zum neuen Generaldirektor ernannt, wie die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mitteilte. Der derzeit am Futurium tätige Kulturmanager wird die Position zum 1. Januar 2027 übernehmen und folgt damit Georg Vierthaler nach, der nach 13 Jahren an der Spitze der Stiftung in den Ruhestand eintritt. Brandt wird künftig die drei Opernhäuser – Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Unter den Linden –, das Staatsballett und den Bühnenservice der Stiftung leiten.

Brandt kündigte an, die international herausragende Berliner Opern- und Ballettlandschaft weiterzuentwickeln und dabei insbesondere Fragen der Zukunftsfähigkeit von Kultureinrichtungen in den Blick zu nehmen. In derselben Sitzung bestellte der Stiftungsrat zudem den Architekten Marco Unterhaslberger ab 2027 zum neuen Geschäftsführer des Bühnenservice, der damit die Nachfolge von Rolf D. Suhl antritt.

 

Eisenach: Neue Schauspielleitung am Landestheater Eisenach

Die Regisseurin, Schauspielerin und Sprachdozentin Anna Magdalena Fitzi übernimmt ab der Spielzeit 2026/27 die Leitung der Schauspielsparte am Landestheater Eisenach, wie das Theater mitteilte. Sie setzte sich nach einem Auswahlverfahren, an dem auch Mitglieder des Ensembles beteiligt waren, gegen rund 30 Bewerberinnen und Bewerber durch.​

Fitzi erhält einen Dreijahresvertrag und wird am Haus auch als Schauspielerin in einzelnen Produktionen auf der Bühne stehen. In der aktuellen Spielzeit wurde mit „Frühlings Erwachen“ am Landestheater Eisenach ihre erste Inszenierung als Regisseurin aufgeführt. 

 

Yverdon-les-Bains: Shortlist für Schweizer Theatertreffen 2026 steht fest

Die künstlerische Leiterin des Schweizer Theatertreffens, Julie Paucker, hat gemeinsam mit ihrer Programmgruppe die SHORTLIST mit 17 besonders diskussionswürdigen, eigenwilligen sowie ästhetisch oder politisch bemerkenswerten Produktionen aus der ganzen Schweiz veröffentlicht, wie das Theatertreffen mitteilt. 

Nominiert sind: 

  • „4/5 oder von der Kunst keine Fahrstuhlmusik zu werden“ von Hannah Zufall. Bureau Substrat / Kleintheater Luzern in Kooperation mit Südpol Luzern. Regie: Sophie Stierle.
  • „Bab, siu archiv ed jeu“ von Asa Hendry. Uniun Travers Zuoz Globe / Lyceum Alpinum Zuoz. Regie: Rebekka Bangerter.
  • „Ceramic Circus“ von Julian Vogel (Performance-Projekt). Cie. Unlisted. Regie: Julian Vogel.
  • „Comeback“ von Eugénie Rebetez (Kreation). Théâtre Boulimie Lausanne / Tanzhaus Zürich / Casino Théâtre de Rolle / Théâtre Le Poche Genève. Regie: Eugénie Rebetez.
  • „Eichmann – Wo die Nacht beginnt“ von Stefano Massini. Bühnen Bern. Regie: Roger Vontobel.
  • „Hekabe“ von Euripides. Schauspielhaus Zürich. Regie: Angeliki Papoulia und Christos Passalis.
  • „Ici rien ne va“ von Jérémie Nicolet. Bovey / Henkes / Hermenjat / Nicolet – Cie Naponk (u. a. Théâtre de l'Orangerie, L'Abri – Genève, La Bâtie – Festival de Genève). Regie: Yann Hermenjat.
  • „Jacqueline“ von Guillaume Poix. Krüttli / Poix / Balestra – Fur Compagnie (u. a. Comédie de Genève, Arsenic, TPR). Regie: Manon Krüttli.
  • „La Grosse Déprime“ von Cécile Goussard, Adrien Mani, Matteo Prandi und Marie Ripoll. collectif moitié moitié moitié (u. a. Casino Théâtre de Rolle, Scènes du Grütli). Regie: Kollektiv (keine Einzelregie ausgewiesen).
  • „Mülheim Absturz Ruhr“ von Dennis Schwabenland. thecodes – theater company dennis schwabenland (u. a. Bernetta Theaterproduktionen, Schlachthaus Theater Bern, Ringlokschuppen Ruhr). Regie: Jan Stephan Schmieding.
  • „Ochsenhunger“ von Lotti Happle, Maria Rebecca Sautter und Mikki Levy-Strasser. Kollektiv Mäander / Fabriktheater Rote Fabrik Zürich. Regie: David Edmond Koch und Fiona Schreier (Konzept & künstlerische Leitung).
  • „Overprotected – Das Britney Spears Projekt“ von Lea Whitcher und Stephan Stock. Theater HORA / Hora’Band / Fabriktheater Rote Fabrik Zürich. Regie: Lea Whitcher und Stephan Stock.
  • „Poussière de Crotte dans le Cœur d'une Diva“ von Marlène Charpentié. Association Confettis (u. a. PREMIO Spring 2025, Théâtre de l’Usine à Gaz Nyon, Arsenic). Regie: Marlène Charpentié.
  • „Surviving you, always“ von Simon Waldvogel (Kreation). Collettivo Treppenwitz (u. a. LAC Lugano Arte e Cultura, Südpol Luzern). Regie: Simon Waldvogel.
  • „Tadaaah!“ von Julia Botelho. Cie Ex Aequo / TU – Théâtre de l'Usine. Regie: Julia Botelho.
  • „Venir meno“ von Francesca Sproccati. far° Nyon / Südpol Luzern / LAC Lugano (Programm Extra Time Plus). Regie: Francesca Sproccati.
  • „Wandatheater – ein Stadtrundgang“ von Liliane Koch und Wanda Wylowa. der grosse tyrann. Regie: Liliane Koch und Wanda Wylowa.

Das 13. Schweizer Theatertreffen findet vom 27. bis 31. Mai 2026 in Yverdon-les-Bains (Théâtre Benno Besson, L’Échandole) sowie im Théâtre Vidy-Lausanne statt. Die SHORTLIST dient zugleich der Eidgenössischen Jury für Darstellende Künste als Grundlage für die Wahl der „Schweizer Theaterproduktion 2025“, die im Rahmen der Schweizer Preise Darstellende Künste des Bundesamts für Kultur verliehen wird. Zudem läuft bis zum 31. März 2026 ein Open Call für das „Forum junger Theaterschaffender“, das ausgewählten Stipendiat:innen die Begleitung des gesamten Festivals ermöglicht.

 

München: Kammerspiele und Stadt einigen sich auf Konsolidierungskonzept

Die Landeshauptstadt München und die Münchner Kammerspiele haben sich auf ein mehrjähriges Konsolidierungskonzept verständigt, wie die Münchner Kammerspiele mitteilten.

Der Stadtrat stimmte dem Konzept „MK:2030“ zu, das über fünf Spielzeiten hinweg eine dauerhafte Zuschusskürzung von 1,14 Millionen Euro, eine strukturelle Kostensenkung von 2,6 Millionen Euro sowie eine 30-prozentige Einnahmensteigerung vorsieht. Mit dem Konzept reagiert das städtische Theater auf die angespannte Haushaltslage und folgt damit als eine der ersten Städte der Empfehlung des Deutschen Städtetages und des Deutschen Bühnenvereins, einen Zukunftspakt Bühne zu schließen.

 

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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

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