Magazin
Was macht das Theater, Barbara Bily?
von Thomas Irmer
Assoziationen: Akteur:innen Bayern Dossier: Was macht das Theater...? Theater Regensburg Mainfranken Theater Würzburg
Thomas Irmer: Sie haben eine eigene Methode entwickelt, Zeitzeug:innen der jüngeren deutschen Geschichte in Inszenierungen einzubeziehen, damit diese ihre Erfahrung als Betroffene von Unrecht und Verfolgung im Theater erzählen können.
Barbara Bily: In Würzburg gab es die Uraufführung von „Das schweigende Klassenzimmer“ nach dem Buch von Dietrich Garstka, ein auch verfilmter DDR-Stoff, der den Protest einer Schulklasse nach der Niederschlagung des Aufstands in Ungarn 1956 behandelt. Die Kolleg:innen vom Institut für Deutschlandforschung in Bochum haben ein Programm, in dem sie mit Zeitzeug:innen in Schulen gehen oder eben auch zu uns ins Theater kommen und bei Nachgesprächen oder Matineen zur Verfügung stehen. Wir haben diese Zeitzeugenberichte mit der Inszenierung für einen größeren Rahmen verknüpft.
Aber das können ja nicht die Beteiligten dieser Geschichte von damals sein.
BB: Nein, diese Menschen sind alle in den 1980er Jahren in der DDR inhaftiert worden, haben also eine DDR-Biografie und sind politisch Verfolgte gewesen, die der Westen dann freigekauft hat. Die erzählen ihre Geschichten. Diese Kooperation hat sehr gut funktioniert und wurde auch gefördert von der Bundesstiftung für Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin. „Das schweigende Klassenzimmer“ ist jetzt noch mal eingeladen zu den Bayerischen Theatertagen in Regensburg.
Sie wechseln gerade als Schauspieldirektorin nach Regensburg. Wird...


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