Das Wichtigste vom Tag
Freitag, 20. Februar 2026
Zuschauerin bei „Richard III“ an Schaubühne verletzt ++ „Game of Thrones“ kommt auf die Theaterbühne ++ Rumänien wird 2028 Gastland der Buchmesse ++ Schauspieler Friedhelm Ptok gestorben ++ Opernsänger José van Dam verstorben
Assoziationen: Hessen Berlin Musiktheater Dossier: Bühne & Film Thomas Ostermeier Lars Eidinger Schaubühne am Lehniner Platz

Berlin: Zuschauerin bei „Richard III“ an Schaubühne verletzt
An der Berliner Schaubühne ist eine Aufführung von Shakespeares „Richard III.“ mit Lars Eidinger am Donnerstagabend vorzeitig abgebrochen worden, nachdem der Schauspieler in einer Kampfszene versehentlich eine Zuschauerin mit einem Degen am Kopf traf, wie die „Berliner Zeitung“ berichtete.
Der Degen war dem 50-Jährigen in der Schlussphase der Vorstellung aus der Hand gerutscht und hatte eine ältere Frau in der ersten Reihe verletzt, woraufhin Eidinger das Spiel sofort stoppte, den Zuschauerraum beleuchten ließ und nach ärztlicher Hilfe fragte. Die Zuschauerin wurde von einer Ärztin im Saal erstversorgt, ein Krankenwagen musste laut Theaterangaben nicht gerufen werden; das Publikum verließ den Saal ruhig, während die seit Monaten ausverkaufte Inszenierung von Thomas Ostermeier nun mit Blick auf das Sicherheitskonzept auf den Prüfstand gestellt werden soll.
Stratford-upon-Avon: „Game of Thrones“ kommt auf die Theaterbühne
Die Fantasyserie „Game of Thrones“ wechselt vom Bildschirm auf die Bühne: Im Sommer feiert das Theaterstück „The Mad King“ der Royal Shakespeare Company im englischen Stratford-upon-Avon Premiere, berichtet unter anderem der „Guardian“.
Das von Duncan Macmillan adaptierte und von Dominic Cooke inszenierte Stück basiert auf den Romanen von George R. R. Martin. Das Stück erzählt eine Vorgeschichte zur TV-Serie: Zehn Jahre vor der bekannten Handlung treffen sich in einem Ritterturnier alle großen Familien von Westeros, was zu Streit, Verrat und heimlicher Liebe führt. Der Vorverkauf für Tickets soll im April beginnen.
Martin selbst begrüßt die Bühnenadaption seiner als shakespearesk gehandelten Werke mit großer Vorfreude und betont die besondere Magie des Theaters, in dem seine Fantasie und die des Publikums unmittelbar aufeinandertreffen können.
Frankfurt am Main: Rumänien wird 2028 Gastland der Buchmesse
Rumänien wird 2028 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. In Bukarest unterzeichneten der rumänische Kulturminister András Demeter und Buchmesse-Direktor Juergen Boos den offiziellen Ehrengast-Vertrag.
Boos verwies darauf, dass Autorinnen und Autoren wie Mircea Cărtărescu und Gabriela Adameșteanu weltweit gelesen und übersetzt werden und in ihren Büchern von politischen Umwälzungen, Zensur und Neuanfängen in Rumänien erzählen. Vor Rumänien werden 2026 zunächst Tschechien und 2027 Chile Gastland der Frankfurter Buchmesse sein.
Berlin: Schauspieler Friedhelm Ptok mit 92 Jahren gestorben
Der Schauspieler und Synchronsprecher Friedhelm Ptok ist im Alter von 92 Jahren gestorben, wie sein Management bekanntgab. Der in Hamburg geborene Künstler galt als prägende Stimme der deutschen Synchronlandschaft und war über Jahrzehnte in Theater, Film, Fernsehen und Hörfunk präsent.
Ptok begann seine Karriere an Bühnen in Flensburg, Ulm, Bremen, München und Hamburg, bevor er in Berlin engagiert wurde. Einem Millionenpublikum war er vor allem als deutsche Stimme des Imperators Palpatine in der „Star Wars“-Saga sowie als Sprecher für internationale Stars wie Ian McDiarmid, Derek Jacobi und John Cleese bekannt. Im Fernsehen trat er in zahlreichen Serienproduktionen auf, darunter Familien- und Vorabendformate, in denen er regelmäßig Charakterrollen übernahm. Kolleginnen und Kollegen würdigten Ptok in Interviews und Porträts als disziplinierten, intellektuell wachen und zugleich bescheidenen Künstler, der sein Handwerk stets in den Dienst der Rolle stellte.
Brüssel: Opernsänger José van Dam im Alter von 85 Jahren gestorben
Der belgische Bariton José van Dam ist im Alter von 85 Jahren in Brüssel gestorben, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Er galt als eine der bedeutendsten Opernstimmen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und war seit den 1960er-Jahren an großen internationalen Bühnen in Paris, London und New York präsent.
Van Dam arbeitete eng mit dem Dirigenten Herbert von Karajan zusammen und war insbesondere für seine wandlungsfähige Stimme bekannt, wie Opernkritiker Uwe Friedrichs betonte. Zu seinen Repertoire-Schwerpunkten zählten Werke von Mozart, Verdi und Wagner sowie vor allem französische Opern, darunter Rollen wie Don Giovanni in Mozarts gleichnamiger Oper und Mephistopheles in Gounods „Faust“; 1979 übernahm er zudem unter der Regie von Joseph Losey die Titelrolle im Opernfilm „Don Giovanni“.
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Redaktionsschluss: 15:30 Uhr
Erschienen am 20.2.2026




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